Damit man uns nicht vergisst

August 7, 2009

DeutschWas sind die Herausforderungen des europäischen Judentums? Kann das europäische Judentum wieder glanzen, und wie soll es diesen Glanz entwickeln? Anbei folgendie notwendige Grundzüge einer europäischen jüdischen Identität, die aber lieber nicht in Museen und Judaistikzentren blühen wird – auch diese sind wichtig, aber spielen nur eine sekundäre Rolle -, weil wir nicht nur eine ruhmreiche Vergangenheit in Erinnerung beibehalten wollen, sondern eine Zukunft, dass wir nicht die Ausstellung des Museums werden, dass das europäische Judentum sich nicht versteinigt und nicht die Fehler des 19. Jh. wiederholt.

Am Anfang des neuen Schuljahres und in Vorbereitung zum europäischen Tag der jüdischen Kultur ist dieser Aufsatz hochst aktuell.

–Arie Folger, 7. August 2009 Read the rest of this entry »

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Einweihung und Erziehung

December 1, 2008

DeutschDas Wort Chanukká, mit dem wir die Erinnerung an die Wieder­einweihung des Tempels bezeichnen, hängt etymologisch mit Chinnúch ‘Erziehung’ zusammen. In der Tat sind zentrale Themen von Chanukká ebenso zentral für unsere jüdischen Vorstellungen von Erziehung.

In seinem Brief an die Juden in Jemen erwähnt der Rambam (Maimonides) kurz, wie Antiochus Epiphanes versuchte, das Judentum – und damit indirekt das jüdische Volk – zu zerstören: Read the rest of this entry »


Wir dürfen das Licht nicht auslöschen

December 1, 2008

DeutschDie hellen Flammen unserer Chanukká-Menorót sollen das Wunder bei der Wiedereinweihung des Bejt ha-Mikdásch publik machen. Der heidnische Götzendienst, den Antiochus Epiphanes eingeführt hatte, wurde abgeschafft: Alle Götzenbilder und alle Gegenstände, die zu ihrer Verehrung dienten, wurden zerstört, und diejenigen, die das Verbrechen der Entweihung des Bejt ha-Mikdásch begangen hatten, wurden aus Jerusalem und schliesslich auch aus den anderen jüdischen Städten in Israel vertrieben. Das Wunder, dass man ein kleines Fläschchen Öl fand, das noch tahór1 war und die Menorá im Tempel acht Tage brennen liess, kann man als Gottes Zustimmung zur Wiedereinweihung unseres heiligsten Ortes verstehen. Damit stellt sich die Frage, auf welche Weise man sich am besten an dieses Wunder erinnern sollte. Sollen wir das wachsende Staunen derer hervorheben, die das Wunder miterlebten und jeden Tag sahen, dass das Öl noch einen weiteren Tag reichte? Oder sollen wir betonen, dass das Öl überhaupt gefunden wurde, so dass das grösste Wunder am Beginn des Feiertags stattfand? Read the rest of this entry »