Sogar höher als die dem König gebührte Ehre

August 1, 2008

DeutschPredigt zu Paraschát Scheminí 5767, 26. Nissán 5767 (14. April 2007)
Diese Predigt bezieht sich auch auf Sukkót und der Art und Weise, wie wir uns benehmen im Bezug auf der Mizwá, die viert landwirtschaftliche Arten zu nehmen.

Dienet haSchém mit Freude

von Rabbiner Arie Folger

Die Ehre, die einem König gebührt, steht nicht zur Diskussion. Sogar der König selbst muss auf seine Ehre achten, wie uns Raw Aschí lehrt:

מלך שמחל על כבודו אין כבודו מחול שנאמר (דברים יז) שום תשים עליך מלך – שתהא אימתו עליך:

Wenn ein König auf seine Ehre verzichten will, ist seine Ehre nicht aufgehoben, denn es heisst: „du sollst einen König über dich setzen“ [Dewarim 17:15] – dass die Ehrfurcht vor ihm über dir sei. (Talmúd Bawlí Sotá 41b)1

In der Tat wies der Prophet Schemúel einmal König Schaúl dafür zurecht, dass er sich nicht so verhalten hatte, wie es sich einem König ziemt:

וַיֹּאמֶר שְׁמוּאֵל הֲלֹוא אִם־קָטֹן אַתָּה בְּעֵינֶיךָ רֹאשׁ שִׁבְטֵי יִשְׂרָאֵל אָתָּה וַיִּמְשָׁחֲךָ ה’ לְמֶלֶךְ עַל־יִשְׂרָאֵל׃

Und Schemúel sagte: Obwohl du klein in deinen Augen bist, bist du denn nicht das Oberhaupt der Stämme Israels? Und haSchém hat dich zum König über Israel gesalbt! (Schemúel I 15:17)2

Kann und soll es eine Ausnahme von dieser Regel geben? Kann es etwas geben, das höher steht als die Ehre, die ein König sich selbst schuldig ist? Read the rest of this entry »