How and Why the Declaration “From Jerusalem to Rome” Came About

September 4, 2017

EnglishOn August 31st 2017, Rabbis representing the Rabbinical Council of America, the Chief Rabbinate of Israel and the Conference of European Rabbis presented a declaration to Pope Francis, entitled From Jerusalem to Rome, Reflections of 50 Years of Nostra Aetate. That declaration includes a somewhat lengthy theological and historical introduction. To someone not steeped in the fine points of Jewish Christian dialogue, be he Jew or gentile, the finer theological points made in the introduction may be a little mystifying. Here is a short paper about our declaration — How and Why the Declaration From Jerusalem to Rome Came About. Read the rest of this entry »

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A historic declaration: Between Jerusalem and Rome

August 31, 2017


English
After two years of work, I had the great honor today of handing over a historic declaration by leading Orthodox rabbinic organizations to Pope Francis. The declaration is the fruit of an international committee I chaired, which included representatives of the Conference of European Rabbis, the Rabbinical Council of America and the Chief Rabbinate of Israel.

Here is the full text of our declaration, including our philosophical, theological and historical consideration. Read the rest of this entry »


Verbotene Mischungen

August 31, 2017

Austrian-German_Swiss_flags-tinyViele Menschen glauben, dass das Judentum botanische und zoologische Kreuzungen verbietet. Schließlich steht ja in unserer Parascha (22:9): „Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei Gewächs bepflanzen, damit nicht das Ganze dem Heiligtum verfalle, was du angepflanzt hast und der Ertrag des Weinbergs.“ Nur ist diese Interpretation nicht botanisch vertretbar. Aus Weizen, der bei Weinreben eingepflanzt wird, kann keine neue gekreuzte Pflanzenart wachsen. Im unmittelbar nächsten Vers verbietet die Tora übrigens unter dem gleichen Nenner von „Kilajim“, „zugleich mit einem Ochsen und Esel ackern.“ Vom einfach zusammen im … eingespannt zu sein, werden erst recht keine neuen gemischten Tierarten entstehen. Read the rest of this entry »


Kartelle und Monopole

August 18, 2017

Austrian-German_Swiss_flags-tinyDie Jüdische Allgemeine hat vor kurz meinen Beitrag zur Debatte bezüglich des vermeintlichen illegalen Kartels der großen Autohersteller veröffentlicht.

Was Politiker aus dem Talmud über den Umgang mit skandalösen Absprachen lernen können

Die deutsche Autoindustrie hat sich seit den 90er-Jahren in geheimen Arbeitskreisen über die Technik, Kosten, Zulieferer und sogar über die Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge abgesprochen. An den Absprachen waren laut Schriftsatz des VW-Konzerns alle großen deutschen Autobauer beteiligt«, berichtete der »Spiegel« vor wenigen Wochen.

Fünf große deutsche Autohersteller sollen technische Einzelheiten vereinbart haben. Diese sollen zum Dieselabgasskandal geführt haben, weil die vereinbarten Standards nicht ausreichten, um die Ausstöße tatsächlich von Abgasen zu säubern. Das vermeintliche Kartell vereinbarte aber auch die Auswahl der Lieferanten und die Preise verschiedener Fahrzeugbauteile.

Inspiration

Die Staatsanwaltschaft wird nun zuerst prüfen müssen, ob Grundlage für eine Anklage besteht. Wird vor Gericht tatsächlich Anklage erhoben, werden die Richter entscheiden müssen, welche Sanktionen fällig werden. Können Staatsanwaltschaft, Richter und Gesetzgeber diesbezüglich aus Talmud und Halacha Inspiration schöpfen und allgemeine Richtlinien entnehmen? Was sagt die Halacha zu Kartellen und deren Vereinbarungen? Read the rest of this entry »


Weshalb zählen, oder wozu?

July 11, 2017
Philippoteaux_The_Numbering_of_the_Israelites

Die Volkszählung der Israeliten, Philippoteaux

Austrian-German_Swiss_flags-tinyIm Buch Bamidbar das wir der­zeit lesen werden Zahlen, oder besser gesagt Zählungen, groß geschrie­ben. Am Anfang des Buches Bamidbar werden die zwölf Stämme gezählt, mit Ausnahme des Stam­mes Lewi, das unmittelbar danach separat gezählt wird. In unserem Wochen­abschnitt wird die Volks­zählung der zwölf Stämme (wie­der­um, mit Ausnahme des Stammes Lewi, welches separat und nach anderen Alterskriterien gezählt wird) erneut durchgeführt. Daher ist es kein Wunder, dass unsere Weisen das Buch auch Chomesch ha-Pekudim — das Buch der Volkszählungen — nennen, was freilich in Lateinisch Numerii heißen könnte. Verzeihung, es Read the rest of this entry »


Sollen jüdische Gemeinden und Institutionen “Vaterjuden” aufnehmen?

July 3, 2017

‘Solomon and the Queen of Sheba’ by Giovanni Demin. (Public Domain)

 

Austrian-German_Swiss_flags-tinyDie Jüdische Allgemeine hat nun meinen Beitrag zur Debatte, ob man “Vaterjuden” in jüdischen Gemeinden aufnehmen soll, veröffentlicht. Da der Beitrag für das Format “Pro & Contra” der Jüd.Allg. leicht gekürzt werden müsste, poste ich hier die vollständige Version. –AF

Eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in jüdischen Gemeinden ist, dass die Antragsteller jüdisch sind. Nicht nur in traditionellen jüdischen Gemeinden, zu denen sowohl orthodoxe als auch Einheitsgemeinden zählen, sondern in Deutschland auch in den liberalen oder Masorti/Conservative-geprägten Gemeinden gilt als Jude, wer von einer jüdischen Mutter geboren oder in einem von der Gemeinde anerkannten Übertritt zum Judentum konvertiert ist.

Will man also die Frage klären, ob Menschen mit jüdischem Vater, Menschen jüdischer Herkunft, die laut Religionsgesetz nicht als jüdisch gelten, für eine Mitgliedschaft in einer jüdischen Gemeinde in Betracht kommen, dann kann man die Frage aus zwei Blickwinkeln betrachten: Warum gilt dieser Mensch nicht als jüdisch, und wieso nimmt eine jüdische Gemeinde grundsätzlich nur Juden als Mitglieder auf?

Wer ist Jude? Read the rest of this entry »


Chukim und Mischpatim – verschiedene Arten Mizwot

June 30, 2017

Austrian-German_Swiss_flags-tinyAls Raw Yehuda Amital einst den Schabbat in einem religiös & sekulär gemischten Moschaw verbrachte, beteiligte sich eine sichtbar sekuläre junge Dame am Schabbatprogramm und fragte ihn irgendwann: Kewod haRaw (Herr Rabbiner), ich bin vom heutigen Schabbat sehr angetan. Es ist sehr berührend, wie Ihr den Schabbat leidenschaftlich feiert, ja, ihn in der Seele spürt und überhaupt nach der Tora lebt. Ich bin nun entschlossen, ebenfalls datija (religiös) zu werden. Wie soll ich anfangen?“

Daraufhin antwortete Raw Amital:

Suche dir drei Mizwot aus, die du bereits anfangen möchtest einzuhalten. Aber nicht irgendwelche drei, sondern suche dir eine Mizwa aus, die Read the rest of this entry »