How to deal with the Integration of refugees

December 4, 2016
General view

The High Level Meeting at the EU Commission on Nov. 29th 2016

English

On November 29th 2016, yours truly participated in the “High Level Meeting” between the European Commission and faith leaders. Twice a year such meetings take place, once with faith leaders and once with secular thinkers. The theme of this year’s meeting was how to deal with the integration of migrants. I must highlight that the questions put before the faith leaders were themselves representing teh political bias of the parties in control of the EU Commission, which, truth to be told, is legitimate. Thus, the question was not whether to take in more refugees, but how to better do so. That said, all participants felt an ethical duty to act humanely. Below are my slightly edited prepared comments to the assembled dignitaries. Part I was presented. Part II was spontaneously adapted to the discussion and thus was not fully presented, however it did form the basis of some of my comments when I was later interviewed by Radio Vatican. Read the rest of this entry »


Die Aufgabe der Religionen in der Flüchtlingsdebatte

December 2, 2016

JE_cover_2015.inddAustrian-German_Swiss_flags-tinyDie Flüchtlingdebatte spaltet Europa. Bei dieser Debatte beteiligen sich die Religionsgemeinschaften rege, sowohl als Aktivisten, die Flüchtlingen helfen, als auch als Teilnehmer im politischen Prozess. Dabei sind längst nicht alle religiöse Würdenträger gleicher politischen Meinung, und ihre Meinungen lassen sich nicht sauber nach klassischen rechts-links Linien einordnen. Manche machen sehen eine Pflicht, alle Bedürftigen aufzunehmen, andere machen sich sorgen, wie eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen und fragen, ob wir überhaupt die Kapazität dafür aufgebaut haben, andere machen sich diesbezüglich wiederum andere gesellschaftliche Sorgen. Gibt es aber eine besondere Aufgabe der Religionen in diesem Dialog? Können die religiöse Würdenträger etwas beitragen, dass besonders mit ihren Verantwortungen als religiöse Vertreter verbunden ist, und gibt es Gebite im Dialog, wo sich sich ein wenig zurückhalten sollen? Das sind die Themen eines Artikel meiner Wenigkeit, der zuletzt erschien. Read the rest of this entry »


Auch Essaw heiratete eine Nicht-Kenaaniterin (sogar zwei!) – Gastbeitrag

December 2, 2016
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Isaac und Rebecca mit Jakob und Esau – Jan Victors (1652)

Austrian-German_Swiss_flags-tinyVon Rabbiner Schlomo HofmeisterDurch reden oder denken allein, kann niemand seinen Charakter verbessern. Gute Absichten und Vorsätze sind zwar ein wichtiger Anfang, genügen aber alleine noch nicht, um tatsächlich nachhaltig irgendetwas zu verändern. Unsere Weisen, sel. A., bringen hierzu das folgende Beispiel: Essaw, der Bruder unseres Stammvaters Jaakow, ist uns allen bekannt für sein grobes und tadelnswertes Wesen. Doch auch er kannte Momente in seinem Leben, in denen er versuchte sich zu bessern, ein guter Mensch zu werden und dem Namen seiner Familie, seinen Grosseltern Awraham und Sara und seinen Eltern Jitzchak und Riwka, durch sein eigenes Le­ben und Be­neh­men Ehre zu bringen. Read the rest of this entry »


Die Integration von Flüchtlingen als Herausforderung für Juden und Christen

November 29, 2016
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Muster-Cover der Zeitschrift Dialog-Du Siach

Austrian-German_Swiss_flags-tinyDie interreligiöse Zeitschrift Dialog-Du Siach hat meine Ansprache des vergangenen Frühjahrs beim jährlichen Treffen der deutschen Bischhofs- und Rabbinerkonferenzen veröffentlicht, in dem ich Herausforderung der langfristigen erfolgreichen Integration umschreibe. Heute bekam ich das Erlaubnis, die PDF-Datei zu posten. Zuvor hatte ich den Text meiner These hier gepostet. Für Ihren Lesegenuß. Read the rest of this entry »


Das Grab der Patriarchen, die zweitheiligste Stätte im Judentum

November 24, 2016

579px-Torah,_20th_century,_fabric,_metal,_wood,_paper_-_Saint_Ignatius_Church,_San_Francisco,_CA_-_DSC02570DeutschEin Jahr bevor die UNESCO in einer Reihe von Abstimmungen versuchte, jeg­liche Verbindung des Judentums mit Jeru­salem und dem Tempelberg zu leug­nen, erließ sie am 21.10.2015  bereits eine andere antisemitische Resolution, nach der das Grab der Patriarchen in Hebron eine rein muslimische Stätte ist. Obwohl diese lächerliche Entscheidung der UNESCO nichts an der israelischen Politik ändern wird, und immerhin Israel nachweislich der beste Hüter heiliger Stätten unter­schiedlicher Religionen ist, wurde jener Ort nicht erst in den letzten Jahrzehnten zu einem begehrten Objekt. Read the rest of this entry »


Wenn Lot nicht mehr weiter gehen will – Gastbeitrag

November 18, 2016
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Lot flüchtet mit seinen Töchtern – Albrecht Dürer, ca. 1498

Austrian-German_Swiss_flags-tinyVon Dr. Ruth Winkler

In der Parascha dieser Woche finden wir eine Reihe großer Erzählungen über die Urväter und -mütter. Versuchen wir, in den verschiedenen Handlungen einen „roten Faden“ zu finden, lautet der gemeinsame Nenner der Episoden vielleicht so: Wer wird nach Awraham und Sarah das Werk weiterführen? Da geht es auch darum, wer das nicht sein wird. Nicht Jischmael, der Sohn Hagars, sondern Jizchak, der Sohn Sarahs, wird der Erbe Awrahams. Allerdings hat Jischmael nach der Tren­nung noch Chancen und Potential, künftig ein gutes Leben zu führen ─ wenn er mitnimmt, was er bei Awraham gelernt hat, und wenn er auch aus der Krise lernt. Ihm wird vorausgesagt, Stamm­vater vieler Völker zu sein. Was er daraus macht, ist offen. Aber die Chancen sind da. Read the rest of this entry »


Noach – der in seiner Generation als rechtschaffen galt – Gastbeitrag

November 4, 2016
Noach, am Vorabend der Sintflut - John Linell (1848)

Noach, am Vorabend der Sintflut – John Linell (1848)

Austrian-German_Swiss_flags-tinyVon Rabbiner Schlomo Hofmeister

Raschi wirft hierzu die berühmte Frage auf: Was bedeutet, dass Noach in seiner Generation als rechtschaffen galt? Bedeutet das, wie der talmudische Rabbi Jehuda es interpretiert: nur in seiner Generation – also im Vergleich zur Schlechtigkeit und Verkommenheit seiner Mitmenschen war er noch als rechtschaffen zu bezeichnen? Oder so wie Rabbi Nechemija es sieht: trotz seiner Generation – ungeachtet der Schlechtigkeit seiner Zeitgenossen, die sicherlich einen Einfluss auf ihn hatten, blieb er dennoch rechtschaffen? Read the rest of this entry »