Zum Wochenabschnitt: Nach dem Mehrheitsprinzip in der Halacha entscheiden

February 2, 2016

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Unter den zahlreichen arbeitsrechtlichen, Zivil-, Kriminal- und Ritualgesetzen unseres Wochenabschnittes finden wir auch Gesetze bezüglich der Gerichtshöfe. Eines dieser Gesetze lehrt indirekt, dass nach einem Mehrheitsprinzip Entscheidungen getroffen werden sollen: „Folge nicht nach der Mehrheit zum Bösen, und sage in einer Streitsache nicht so aus, dass du Recht beugst, wenn du dich der Mehrheit anschließest.“(2. B.M. 23:2).

Obwohl ein Mehrheitsprinzip uns im allgemeinem selbstverständlich erscheint, kann es nicht immer angewendet werden, da es Read the rest of this entry »

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Würdiger Gruss

August 1, 2008

Deutsch

ה’ בְּמִשְׁפָּט יָבוֹא עִם־זִקְנֵי עַמּוֹ וְשָׂרָיו וְאַתֶּם בִּעַרְתֶּם הַכֶּרֶם גְּזֵלַת הֶעָנִי בְּבָתֵּיכֶם:

HaSchèm [Gott als der Barmherzige] geht ins Gericht mit den Ältesten Seines Volkes und dessen Fürsten, und ihr habt den Weinberg abgeweidet, der Raub vom Armen ist in euren Häusern. (Jescha‘jáhu 3:14)

Der Prophet klagt uns an … Wir haben nicht nur die Schwachen und Machtlosen im Stich gelassen, wir haben nicht nur den metaphorischen Weinberg unbewacht gelassen, wir haben ihn zerstört (וְאַתֶּם בִּעַרְתֶּם הַכֶּרֶם), und der gestohlene Besitz der Armen befindet sich in unseren Häusern. Was ist das für ein gestohlener Besitz des armen Mannes, von dem der Prophet Jescha‘jáhu spricht? Was könnte denn der Reiche von den Dingen, die dem Armen gehören, gestohlen haben? Würde irgendjemand sich die Mühe machen, die Lumpen des Armen, seine dreckige, zerrissene Kleidung zu stehlen? Sein Bettzeug und das quietschende Bett, wenn er überhaupt eines hat? Um welchen Besitz könnte man den Armen denn beneiden? Read the rest of this entry »


Von wahrer Zedaká

August 1, 2008

Retten und heilen

DeutschZu den besonderen Eigenschaften unseres Volkes gehört unsere Praxis, Zedaká zu tun (לַעֲשׂוֹת צְדָקָה). Wenn wir einen Blick auf Mitteilungsblätter und Quartierszeitungen in Israel werfen, dann staunen wir mit Recht über die Kreativität unseres Volkes, das treffend als רַחֲמָנִּים בְּנֵי רַחֲמָנִּים ’Barmherzige, Kinder von Barmherzigen’ bekannt ist. Eine Vielzahl von „Gemachim“ bemühen sich, zu helfen, zu unterstützen, zu trösten, zu erleichtern, zu heilen, zu retten oder wiederherzustellen, wo immer jemand das braucht. Für jedes Bedürfnis gibt es ein Angebot; niemand muss nach einer persönlichen Tragödie die Folgen einsam und allein tragen. Read the rest of this entry »


Wunder alleine erwecken die Glaube nicht

August 1, 2008

DeutschIn dieser Predigt, ursprunglich an Schabbat Paraschát Mischpatím, 29. Schewát 5767 (17. Februar 2007), gesprochen, wird erforscht, weshalb die biblischen Wunder, wie etwa die des Exodus, nur während einer beschränkte Epoche vorgekommen sind – würden nicht viel mehr Leute G”tt anerkennen, wenn es noch heute solche Wunder gäbe? Read the rest of this entry »