Sollen jüdische Gemeinden und Institutionen “Vaterjuden” aufnehmen?

July 3, 2017

‘Solomon and the Queen of Sheba’ by Giovanni Demin. (Public Domain)

 

Austrian-German_Swiss_flags-tinyDie Jüdische Allgemeine hat nun meinen Beitrag zur Debatte, ob man “Vaterjuden” in jüdischen Gemeinden aufnehmen soll, veröffentlicht. Da der Beitrag für das Format “Pro & Contra” der Jüd.Allg. leicht gekürzt werden müsste, poste ich hier die vollständige Version. –AF

Eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in jüdischen Gemeinden ist, dass die Antragsteller jüdisch sind. Nicht nur in traditionellen jüdischen Gemeinden, zu denen sowohl orthodoxe als auch Einheitsgemeinden zählen, sondern in Deutschland auch in den liberalen oder Masorti/Conservative-geprägten Gemeinden gilt als Jude, wer von einer jüdischen Mutter geboren oder in einem von der Gemeinde anerkannten Übertritt zum Judentum konvertiert ist.

Will man also die Frage klären, ob Menschen mit jüdischem Vater, Menschen jüdischer Herkunft, die laut Religionsgesetz nicht als jüdisch gelten, für eine Mitgliedschaft in einer jüdischen Gemeinde in Betracht kommen, dann kann man die Frage aus zwei Blickwinkeln betrachten: Warum gilt dieser Mensch nicht als jüdisch, und wieso nimmt eine jüdische Gemeinde grundsätzlich nur Juden als Mitglieder auf?

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