Wieso “ruhte” G”tt?

October 14, 2009

DeutschKi miBasel tezé Torá — aus Basel wird, gleich ehrwürdigen jüdischen Gemeinden der ganzen Welt, Torá veroffentlicht und gelehrt. Der basler Verlag Morascha veröffentlich nun die Neuausgabe des 2. Band des Hirsch-Chumasch, mit der Übersetzung und dem Kommentar des Rabbiner Samson Raphael Hirsch, ein klassiker der deutsch-jüdischen Torá-Literatur. Hirsch_Chumasch-MoraschaRabbiner S.R. Hirsch ist wohl bekannt und braucht kaum vorgestellt zu werden; über ihn wurden im Web sogar dützende biografische Seiten geschrieben. Doch ist die Neugestaltung seines Chumasch, das bisher nur als Offset-Druck der originalen Ausgabe — in gothischen Schrift — vorhanden war, zu feiern. Der Text ist schön und deutlich gedruckt, Druckfehler wurden korrigiert und das ganze in einem attraktiven Ensemble gebunden. Die Lehre von Rabbiner Hirsch ist wieder in der Originalsprache breit zugänglich.

Als Illustration seiner tiefen Verständnis des Torá-Textes und der Gebote, bringe ich hier eine Erklärung aus dem Buch Schemót, also aus dem neu erschienenen Band, die eine Stelle in dem Wochenabschnitt der kommenden Woche – Berejschít – erläutert.

Eine immer wiederkehrende Frage im Bezug auf der Schöpfungsgeschichte ist, wieso man an dem Schabbat, der nach Schemót 20:11 Andenken an dieser Schöpfungsgeschichte ist, ruhen muss? Wieso ruhte G”tt, der ja kein Körper hat und dem entsprechend nicht müde wird? Read the rest of this entry »