Fremdlinge und Ansässige seid Ihr bei Mir – Zum Sinne des Buchs Wajikra

May 18, 2017

Anfang des Buchs Wajikra im Codex Aleppo

Austrian-German_Swiss_flags-tinyKönnen wir nun Speck essen? – fragte zuletzt ein Artikel in der israelischen Zeitung Haaretz, der behauptete, dass die Gesetze des Buches Wajikra vielleicht nur für die Kohanim (Priester) gemeint waren.1

Dass die Haaretz sich irrt, ist leicht zu beweisen. Viele Ge- und Verbote werden ausdrücklich an das gesamte Volk gerichtet („Spreche zu den Kindern Israels“), und ausgerechnet in diesem Buch begegnen wir vielen Ge- und Verboten zur Ehrlichkeit (Wajikra 19:11-13: „Ihr sollt einander nicht bestehlen, nicht belügen noch betrügen … nicht falsch schwören … deinen Nächsten weder bedrücken noch berauben…“) und den Wohltätigkeitsgesetzen, die selbstverständlich nicht nur für die Kohanim gelten.

Dennoch beweist der Artikel, was Rabbiner Joseph Ber Soloveitchik vor einigen Jahrzehnten auf Jiddisch sagte Read the rest of this entry »

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Welche Bedeutung haben Feueropfer heutzutage noch?

March 30, 2017

Austrian-German_Swiss_flags-tinyDas Thema der zwei ersten Wochenabschnitte des Buches Wajikra, fällt uns Kindern der Moderne schwer zu begreifen. Der Abschnitt Wajikra listet die unterschiedlichen Tieropfer, die ein Jude bringen konnte, und der Abschnitt Zaw erläutert, was die Kohanim (dynastische Priester) damit im Stiftzelt und später im Tempel in Jerusalem zu tun hatten. Dass wir uns schwer tun, es zu verstehen, überrascht nicht, schließlich liegt der Bejt haMikdasch, unser Heiligtum in Jerusalem und der heiligste jüdische Ort auf Erden, seit seiner Zerstörung durch die barbarischen Römer vor über 1900 Jahren, in Trümmern.
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