Another Reason for More Widespread Use of Halakhic Prenups

November 5, 2013

EnglishOLYMPUS DIGITAL CAMERASo lots of people have read and are commenting on a sad New York Post article about Gital Dodelson’s struggle over the last three years to obtain a get (Jewish religious divorce). That story shows that in our Western societies, where the power of beis din is limited to mediation and arbitration, it is a mightily good idea to further the use of halakhic prenups that aim to prevent many such cases of igun (“chaining” a woman, by her husband who refuses to grant her a get even though their relationship is essentially over). Evidently, all Orthodox rabbis would do well to promote the use of such prenups, be they from the Modern Orthodox or from the Ultra Orthodox communities. Read the rest of this entry »


Sind innerreligiöse Ehen altmodisch und vorbei?

October 17, 2013

DeutschBossard,_Jenny_-_Familie_am_KaffeetischDer jüdische Allgemeine hat soeben meinen Artikel zu den Ergebnissen der Forschung des Pew Zentrums über amerikanische Juden veröffentlicht.

Ein Teaser:

Der Anteil interreligiöser Ehen in den USA steigt, er liegt jetzt schon bei 58 Prozent. Immer mehr junge Juden definieren sich als konfessionslos. Und bei Kindern aus interreligiösen Ehen – bei denen also nur ein Elternteil jüdisch ist – erhalten auch nur noch 22 Prozent eine jüdische Erziehung, während im Vergleich dazu die Rate bei denjenigen mit zwei jüdischen Elternteilen bei 82 Prozent liegt.

Seitdem die Zahlen veröffentlicht wurden, diskutiert das jüdische Amerika über die Bedeutung dieser Studie. Auf der einen Seite sind es die Anhänger der Öffnung hin zu interreligiösen Ehen, auf der anderen Seite Menschen wie Jack Wertheimer, der … die Meinung vertritt, dass sich die Tendenz zur kompletten Akzeptanz sogenannter Mischehen auf die jüdische Kontinuität verheerend auswirkt.

Der Artikel basiert auf meinem längeren englischsprachigen Artikel, der letzte Woche auf Hirhurim – Torah Musings veröffentlicht wurde.


Die ware Entstehungsgeschichte der Hatikwá-Hymne

October 15, 2013

Deutschדגלי_ישראלKeren Hajesod lädt zu einem Konzert ein, namens Hatikvah – die wahre Geschichte der Hymne Israels. Aus der Einladung entnehme ich, dass dort die Geschichte des Entstehen der Melodie von Hatikwá erzählt wird, nicht des Textes. Also einige Zeilen zum Entstehung des Textes.

Es wurde öfters bemerkt, dass weder G”tt noch die jüdische Tradition und die jüdische Geschichte in der Hatikwá vorkommt. Der Grund dafür ist aber nicht, weil der Autor die Themen auslassen wollte, sondern weil, als die Hatikwá als zionistische Hymne aufgenommen wurde, nur das die erste Strofe und das Refrain zur Hymne wurde, das dann auch noch für die politische Zwecke der Zionistischen Bewegung geändert wurde. Aus “um zu das Land unseren Vätern zurückzukehren, zu die Stadt in der David weilte” wurde “ein freies Volk in unserem Lande zu sein, im Lande Zion und Jerusalem”.

In der ursprünglichen Fassung von Naftali Herz Imber war das Hatikwá mit neun Strofen wesentlich länger und mit reichen Themen versehen. Anbei das originelle, vollständige Hatikwá, dass damals noch Tikwaténu hieß: Read the rest of this entry »


Should we Give Up on Fighting Intermarriage?

October 10, 2013

EnglishTorahmusings.com has published an article of mine on intermarriage, Jewish identity and the findings of the most recent Pew Research Center survey on American Jews.

A teaser:

The Internet is abuzz over intermarriage and Jewish continuity but the focus is misplaced. The Pew Research Center recently published a survey of American Jews entitled “A Portrait of Jewish Americans” (link – PDF). The preceding weeks saw a flurry of articles arguing for and against accepting intermarriage, including a JTA article reporting on a recent convention of the largest Jewish Federation in the US, stressing what Jews everywhere have been noticing for decades, namely that intermarriage has become totally accepted in large segments of Jewish life … [CLICK HERE FOR THE FULL ARTICLE]


My Article on Psalm 46 is Now Downloadable

September 17, 2013

EnglishJBQ_414_coverBack in January I had reported that Jewish Bible Quarterly had published an article of mine. Initially, the article was only available to paid subscribers or perusers of the printed journal. Meanwhile, it became available for free download here.

The study of said psalm was prompted by the Japanese Tsunami, as I blogged previously.


Ein Plädoyer für die einfachen Gebete

September 10, 2013

Schma Jissrael – ein Plädoyer für die einfachen Gebete1

Deutsch539px-Knesset_Menorah_Shema_InscriptionSoeben fing unser neues Jahr 5774 an, aber es gibt kein Feuerwerk, kein Jubel, keine Leichtsinnigkeit. Na gut, Neujahr ist bei uns eine ernste Sache, aber im Gegenteil zu Jom Kippur gibt es heute auch keine besondere Gebete, es wird fast das normale Ma’ariw gebetet, das uns von Freitagabend und sogar Wochentagsabend bekannt ist. Anders als morgen hören wir jetzt kein Schofarschall, und es gibt auch keine andere bombastische Zeremonie.

Wird das neue Jahr etwa bescheiden eingeführt? Read the rest of this entry »


Der Antisemitismus der Aufklärung und der Emanzipation

November 11, 2012

DeutschDie Juden Europas müssten lange auf Gleichberechtigung warten. Die Aufklärung soll die Emanzipation und damit die Gleichberechtigung und Akzeptanz in der Gesellschaft bringen. Doch war alles längst nicht so rosig. Für die Emanzipation erzwingte die staatliche Obermacht eine erhebliche Schwächung der religiösen Instanzen, um damit die religiöse Praxis und Indentität zu bedrängen, wie ich in dem folgenden Artikel in der jüdischen Allgemeine beschreibe. Read the rest of this entry »


Was mir in Holocaust Museen fehlt

October 10, 2012

Deutsch320px-Krakow_Ghetto_06694Ich bin gerade mit einer Gruppe StudentInnen aus München und ganz Deutschland in Krakau. Ein Zeitzeuge, ein Überlebender des krakauer Ghetto, begleitet uns. Heute besuchten wir den alten jüdischen Viertel, den Ghetto und den Museum in der Oskar-Schindler-Fabrik. Selbstverständlich heben polnische Museen und Denkmale auch das Leid der polnischen Bevölkerung unter der Deutschen Besatzung hervor, ganz normal. Und mittlerweile tun sie längst nicht mehr verschweigen, dass die armseligsten Opfer die Juden waren, und polnische Juden wegen ihrer jüdischen Identität und nicht wegen ihrer Polnischen Staatsbürgerschaft ermordet wurden.

Doch fehlt mir etwas. Wie Zeitzeugen berichten, wie mein eigener Vater und zahlreiche andere Überlebdenden erzählten, waren viele Polen (und Ukrainer, und Ungaren, und Littauer, und Bürger vielen anderen Ländern, aber besonders Bürger zentral- und osteuropäischer Ländern)nicht nur Opfer, sondern auch Täter. Als die Deutschen Juden vertrieben, haben viele Polen, in Krakau, Warschau und anderswo, mit Freude zugeschaut und gejubelt, geklatscht und Juden auf ihrem Weg verflucht. Leider habe ich bisher nicht gesehen, dass nebst der Unterdrückung der Juden und der nichtjüdischen Polen (und Ukrainer usw.), auch dieser bittere Kapitel aufgeführt und erläutert werden soll.

Holocaust Museen, scheut euch nicht vor der schwierigen historischen Wahrheit, die Missetaten der Opfer, die auch Täter waren, zu dokumentieren.


Plumbing the Depths of Aggaddic Exegesis

August 20, 2012

English320px-Talmud_setOne of the texts many, many thousands upon thousands of Jews studied recently, upon the beginning of a new cycle of Daf haYomi is the exegesis on the name of one of King David’s sons:

וא”ר יוחנן לא כלאב שמו אלא דניאל שמו ולמה נקרא שמו כלאב שהיה מכלים פני מפיבשת בהלכה

R. Jochanan said: His name [of King David’s second son] was not Kileav but Daniel. Why then was he called Kileav? Because he humiliated [maklim] Mephibosheth [David’s nemesis, presented here as David’s mentor, “av”] in the Halachah.

Ostensibly, all Rabbi Jochanan does, is to make sense out of a seeming contradiction in Scripture. In II Samuel 3:3, David’s second son is called Kileav, while in the parallel accound in I Chronicles 3:1, he is called Daniel. So one name – Daniel – is his real name, while the other – Kileav – is his biblical nickname, indicating, through midrashic exegesis some essential character trait (someone who defended David against his nemesis’ and erstwhile mentor’s accusations). However, I have long found this understanding too feeble. Is that all Rabbi Jochanan bases himself on? Is that all he wants to say? Is this midrashic exegesis totally independent from the plain understanding of the Scripture? Read the rest of this entry »


Did the Talmud Suggest G”d Has a Head? Learning to Interpret Rabbinic Legend

August 17, 2012

English320px-Talmud_setAdam Kirsch, writing in Tablet Magazine, mentions his astonishment, as he took up the daily regiment of Daf haYomi (a folio from the Babylonian Talmud every day), upon discovering some of the stranger Aggadot (rabbinic exploration of a non-legal nature, particularly legends, metaphors and exegisis). Thus, astounded at the Talmud teaching that G”d, too, has tefillin, he writes:

… the question nags: How exactly can God wear tefillin? Can we imagine God with an arm and a forehead? The rabbis apparently could, quite literally…

While noting that later commentaries dealt with his questions, Kirsch is still convinced that the Talmud tolerated or even championed views that are nowadays theologically problematic.

While Kirsch brushes upon a separate issue, on which a lot has been written, namely, whether there could exist a view in the Talmud which becomes halakhically obsolete (for example, Rabbi Hillel’s view that the Messiah had already come in the days of Kind Hezekiah), he mostly stumbles upon the nature of the entire genre of Aggaddah/Aggaddeta. So let’s ask his question the other way around. Did the Talmud really suggest that G”d puts on tefillin, and that He consequently has an arm and a head to wrap those around? Read the rest of this entry »