Photos From Interfaith Meeting

August 3, 2012

EnglishA couple of weeks ago I posted these two posts (in English and in German) about thoughts I shared at an interfaith meeting at the European Commission. Well, here are the official photos:


Jose Manuel Barroso, Van Rompuy, Surján and me


Aus dem Archiv: Leserbrief zu Organspenden

July 30, 2012

Deutschheart-copyleftVor eine Weile veröffentlichte die Jüdische Allgemeinde den folgenden Leserbrief von mir, zum Thema Organspenden und Halacha. Es war eine Reaktion auf dem folgenden Artikel: Leo Latasch über den Deutschen Ethikrat.

Übrigens, auf Dauer lassen die meisten Patienten ganz sicher ihre eigene, auf Mass vorbereitete, genetisch passende Organe wachsen: Can skin cells help heal your heart? (Scientific ‎Times).
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Remembering the Palestianian Murderers of the 1972 Munich Olympics

July 29, 2012

EnglishMunich Olympics terrorist - Ap_munich905_tGuri Weinberg, the son of Moshe Weinberg, one of the athletes murdered in the 1972 Munich Olympics, reports on Fox News of an interchange he had had at the 1996 Atlanta Olympics:

In 1996, I, along with other Munich orphans and three of the widows, were invited for the first time to the Olympic Games in Atlanta. Before the Opening Ceremony, we met with Alex Gilady. Gilady has been a member of the IOC’s Radio and Television Commission since 1984 and has been the senior vice president of NBC Sports since 1996.

I have known Mr. Gilady since I was a kid; in fact, I grew up with his daughter. He had been supportive in the past regarding our plea for a moment of silence during the Opening Ceremonies, so we arrived with high hopes. Gilady informed us that a moment of silence was not possible because if the IOC had a moment of silence for the Israeli athletes, they would also have to do the same for the Palestinians who died at the Olympics in 1972.

My mother said, “But no Palestinian athletes died.”

Gilady responded, “Well, there were Palestinians who died at the 1972 Olympics.” Read the rest of this entry »


New York Time Obituary for Rav Elyashiv

July 19, 2012

EnglishRavElyashiv2The crown has fallen off our heads, woe to us. Two days ago, one of the greatest poskim (halakhic decisors) and lammedanim (expert talmudists), Rav Shalom Yossef Elyashiv of Jerusalem, passed away, leaving the Jewish world bereft of his presence, counsel and expertise.

Regardless of where one stands philosophically within tradition Orthodox Judaism, this is a great loss.

The New York Times ran a very well written obituary about R’ Elyashiv here.

Some choice quotes:

Rabbi Elyashiv’s decisions were honored, if not always obeyed, beyond his own ultra-Orthodox, non-Hasidic world known as Lithuanian or yeshivish Jews. His word also influenced Hasidim, Orthodox Sephardim from Muslim countries and many modern Orthodox Jews.

Rabbi Elyashiv’s opinions — for years he was a member of Israel’s highest rabbinical court — were crucial to controversies within the country about who is a Jew and when is a marriage truly dissolved and when is a conversion legitimate.

He also cast decisions in the most private of cases. Hundreds of Jews would stream to his home — a modest one-bedroom apartment in an alleyway in the ultra-Orthodox quarter of Mea Shearim in Jerusalem — to seek his opinions on their personal quandaries, or simply his blessings. They also came to his nightly tutorials on Talmud, much of which he knew by heart.


Warum gerade in Deutschland

July 11, 2012

Deutsch1280px-Frank_Dt_R-Staat_A_HitlersAnne Will moderierte heute auf Das Erste ein Gespräch zum kölner Landesgerichtsurteil, das die rituelle Beschneidung als strafbare Körperversehrung schilderte. Holm Putzke und Angelika Kallwass fragten wieso “warum gerade in Deutschland” ein Argument gegen dem kölner Landesgerichtsurteil sein soll. Nun warum?! Read the rest of this entry »


Ein Volk, eine Gemeinde – Rückblick auf dem Freitagabend-Anlass

July 5, 2012

DeutschLetzen Freitagabend hat das Rabbinat ein außergewöhnliches Programm durchgeführt, das mich an TFNIS (Turn Friday Night In Shabbat, des National Jewish Outreach Program) erinnert, für den ich mal gearbeitet hatte. Nach einem kurzen Empfang mit einem Biss Kugel / Kiegel und eine Limonade füllten zahlreiche Leute unsere kleine Synagoge für einen Anfängerg”ttesdienst (“Beginners’ Service” – ebenfalls von NJOP), um singend, von Erklärungen begleitet, Mincha und ein Stück Kabbalat Schabbat zu erfahren. Dazu wurden wir zur Amida (dem leisen Stehgebet) von Herrn Karel Lorenc vorbereitet. Einige Minuten führte er uns in die intuitiven Meditation ein, damit wir alle Sorgen des Alltags und alle fremde, störende Gedanken entfernen, um vor G”tt unsere Amida zu sprechen und für unsere Bedürfnisse beten.

Das Publikum der übervollen kleinen Synagoge wird von Herrn Karel Lorencz in der intuitive Meditation als Vorbereitung zur Gebet eingeführt

Anschließend – nach dem Anfängersg”ttesdienst, der noch vor Schabbateingang endete, schloss sich die Gruppe dem regulären Schabbatgebet in der Ohel Jakob Synagoge an. Daher könnten wir auch noch Bilder des besonderen G”ttesdienstes schnappen.

Die Stimmung in der großen Synagoge war ebenfalls fantastisch. Es gab etwa zwanzig Kinder unter Bar / Batmizwa-Alter, die beim Kiddusch dabei waren. Ein Kind fragte, ob wir das Freitagabendgebet sonst auch durchführen, wie süß. Ja, wir tun es jede Woche. Beim Essen gab es weiterhin eine wunderbare Stimmung. Und wenn wir betrachten, dass das an einem der spätesten Schabbatot des Jahres stattfand, na ja, dann lieben wir einfach den Schabbat und werden bestimmt auch alle an anderen Jahreszeiten sehr gerne zu einem Kabbalat Schabbat kommen.
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Toleranz leider ohne Respekt – zwei Artikel zur Brit Milá in der Jüdischen Allgemeine

July 5, 2012

DeutschSoeben hat die Jüdische Allgemeine Zeitung zwei von meinen Artikel, die diese Woche in der gedruckten Ausgabe der Zeitung erscheinen, auf ihre Webseite hinaufgeladen.


Die Beschneidung ist im Judentum unentbehrlich

June 27, 2012

DeutschVox20Das Landesgericht Köln ist in seinem Urteil (151 Ns 169/11) zu der Auffassung gelangt, dass eine nur religiös motivierte, nicht medizinisch indizierte Beschneidung als Körperverletzung im Sinne des deutschen Strafgesetzbuches anzusehen sei. Weder die Einwilligung der Eltern noch die Religionsfreiheit könnten diesen Eingriff rechtfertigen, stellte das Gericht in seiner Urteilsbegründung klar.

[NOTE TO ANGLOPHONES: For an automatically generated English translation, click here.]

Diese Entscheidung ist entsetzend. Es ist unbegreiflich, warum das Gericht einen Brauch zur Straftat erklärt, der von einem Viertel der Weltbevölkerung – also fast einen Milliarde Männer – seit Jahrtausenden praktiziert wird. Damit beschneidet das Urteil selbst die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit und das erzieherische Rechte der Eltern.

Könnte ein Grund dafür, warum dem Richter diese Einschränkung der Beschneidung nicht so erschütternd und gefährlich schien, ein Missverständnis sein, eine Fehleinschätzung über die Art, wie Identität und Religion einem jungen Menschen vermittelt werden? Denn mit einem Verbot der Beschneidung wird nicht etwa dem Kind die Wahl gelassen, später seine Religionszugehörigkeit zu wählen. Vielmehr wird jedem jüdischen und muslimischen Kind hier und heute verboten, mit der eigenen Religionspraxis aufzuwachsen. Hinzukommt, im Gegensatz zu dem jüdischen Brauch, die Beschneidung am achten Lebenstag zu vollziehen, ist es erheblich schwieriger und risikoreicher, diesen Akt in höherem Alter durchzuführen. Im Ergebnis könnte man zu dem Schluss kommen, das Gericht wolle mit seinem Urteil grundsätzlich verhindern, dass Hunderttausende junge Männer ihre religiöse Praxis ausüben.

Sind wir etwa im neunzehnten Jahrhundert gelandet, wo man die Religion versucht zu verdrängen, besonders die Minderheitreligionen?

G”tt sei dank leben wir in einem Land, in dem sich zumindest die Religionsgemeinschaften solidarisieren, wie aus den folgenden Pressemitteilungen eindrucksvoll ersichtlich wird. Den Partnern des interreligiösen Dialogs gilt an dieser Stelle besonderer Dank für ihre Unterstützung. Hoffen wir nun, dass der Gesetzgeber möglichste schnell die Religionsfreiheit mit einem Schutz der religiösen Beschneidung stärken wird.
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Joe the Plumber, Gun Control and the Lethal Oppression of the Masses

June 25, 2012

Englishdonkey-elephant-cc1So last week, “Joe the Plumber,” now an Ohio congressional candidate, was reported to have been running a campaign video in which he suggested that Nazi gun controls contributed to deaths during the Holocaust, and Jewish Democrats are not amused. (No, seriously, did anyone expect Democrats to be amused at Republican electoral progress, and vice versa? If Jewish Republicans would be angry, now THAT would be newsworthy).

While he subsequently wisely kind-of-apologized for, what should I call it, oversimplifying the Holocaust, he does raise the legitimate question of whether gun control may sometimes contribute to the oppression of the innocent and the propping up of despots and dictators. Read the rest of this entry »


Offene Brief an die Redaktion von “Die Zeit”

April 27, 2012

DeutschBefore_email_4_Air_letter_from_Saltpond,_Ghana_to_Kabala,_Sierra_Leone_(West_Africa)_January_1968_(3703187062)Es ist mir unklar, was aus journalistischer Sicht trauriger ist, aber der Artikel Andrea Jeskas (Rabbi-Ausbildung / Kein besseres Land für Juden) ist sowohl voreingenommen als auch reichlich mit Fehler versehen. Durch geschickte (oder eben ungeschickte) Wortwahl versucht die Autorin bei den Lesern einige Bilder entstehen zu lassen, in dem das Liberale Judentum deutlich überdurchschnittlich gut abschneidet, während alles Traditionsgetreues negativ geschildert wird. Und wenn die Fakten ihre Behauptungen nicht unterstützen, na ja, wozu braucht man überhaupt Fakten? Read the rest of this entry »