
Im vergangegem Februar dürfte ich in der Schomre Thora Basel einen gut besuchten Vortragszyklus namens Mehr Bedeutung für unsere Gebete vorstellen (die Einladung war hier zu lesen). Nun finden Sie die Audio-Aufnahmen hier. “Dankbarkeit für Alltägliches: Die Morgenbrachót”, “Das Power-Gebet: Warum soll G”tt unsere Gebete erhören? Die Amidá” und “Danksagung ausserhalb der Synagoge: Das Benschen”. Read the rest of this entry »
Audio-Schiurim: Die Schomre-Thora-Vorträge zu Gebet
March 9, 2011Kalendernotiz: Dialog VI der jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe
February 24, 2011
Kommender Sonntag gebe ich anlässlich der Anlass “Dialog IV” der jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe einen Vortrag zum Thema “Kann ein moderner Staat auch ein jüdischer Staat sein?”
Audio-Schiur – Psalm 126 – Gedenklernen für Herrn Heinz Althof s.A.
February 8, 2011
Psalm 126 — Weshalb sprechen wir diesen Psalm öfters vor dem Tischgebet? Weshalb vermischen sich das landwirtschaftliche Thema mit der Rückkehr der Weggeführten Zions? Read the rest of this entry »
Nicht Rassismus, sondern ein mildes Urteil
September 7, 2010
11. Juli berichteten die Medien über die Verurteilung in Israel eines Arabers namens Sabbar Kaschur. So berichtete die Süddeutsche Zeitung:
Jetzt muss der Vater von zwei Kindern 18 Monate ins Gefängnis und umgerechnet 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen, weil er sich vor dem einvernehmlichen Sex mit einer Israelin als Jude ausgeben hatte.
Die Welt (und manche Israelis) schrie “Rassismus!” Die Gratiszeitung 20-Minuten schrieb sogar den Titel “Sex mit Judin — Araber muss ins Gefängnis”.
Die Süddeutsche Zeitung war zwar einigermasse vernünftiger, und liess das Urteil, wo sich schnell herausgieb, dass es hier überhaupt nicht um Rassismus geht, denn Juden werden genau so für solchen Dingen verurteilt. Es ist nähmlich strafbar in Israel, einen anderen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Identität zum Geschlechtsverkehr zu überzeugen, was die Süddeutsche auch erklärte. Immerhin gab es für das Urteil wenig Verständnis.
Die Wahrheit ist aber überraschender. Nicht Rassismus, sondern ein erfolgreicher Versuch des Verurteilten, nur eine milde Strafe zu bekommen, war Anlass zu diesem Urteil. Haaretz berichtet nähmlich, dass es hier nicht einmal um strafbare Vergewaltigung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Identität ging, sondern um die “übliche”, gewalttätige Art, berichtet Haaretz. Sabbar Kaschur war bereit eine mildere Straftat zu anerkennen, und bat nur für jene mildere Straftat verurteilt zu werden.
Die grosse Verliererin ist natürlich sein Opfer. Immerhin stimmte sie vielleicht zu, so vorzugehen.
Immerhin ist das Gesetz lobenswürdig. Auch wenn ein demokratischer Staat den moralischen Verhalten ihre Bürger nicht zu eng vorschreiben kann, kann sie aber ihre Bürger einigermasse von Süssholzraspler schützen und die Moralität damit stützen.
Basler Gymnasium experimentiert mit Chawrutá-Lernen
September 2, 2010
Im gegenteil zum Lehrplan einer gewöhnlichen Schule wird in Jeschiwót kaum ein Bruchteil des Lernpensums in den Klassenzimern verbracht. Täglich besuchen die Schüler ein bis zwei Lektionen, die zwischen dreiviertel und zwei Stunden dauern. Die andere Stunden des Tages verbringen sie im Bejt Midrásch, im Lehrhaus, wo sie meist zu zweit das Lehrmaterial zuerst grundlich vorbereiten, und anschliessend nach den Lektionen, das Material wiederholen und die neue Einsichte des Lehrers zu verstehen, analysieren, und versuchen vielleicht sogar zurückzuweisen. Das Lernen zu zweit heisst Chawrutá-Lernen, und beruht auf einer Stelle in der Mischná und im Talmúd. Jetzt experimentiert ein Basler Gymnasium — Bäumlihof — mit einem ähnlichen Modell; das Experiment soll bis 2016 läufen. Read the rest of this entry »
Video-Schiur: Psalm 34
August 16, 2010
Psalm 34 wird wöchentlich, beim Schabbatmorgeng”ttesdienst gesprochen.
Was ist das Thema des 34. Psalm, und mit welchen historischen Ereignissen ist es zu verbinden? Erläutern diese historische Umsände den Inhalt des Psalmen?
Die Quellen zum Vortrag können Sie hier herunterladen.
Dieser Vortrag wurde im Schloss Landskron bei Flüh präsentiert, zu einem von der Schomre Thora Basel organisierten Barbeque-Picnic.
Gibt es in der Unterhaltungsliteratur eine Rolle für G”tt?
July 23, 2010
Kann G”tt – nach jüdischen Verständnis eine Rolle in Unterhaltungsliteratur spielen?
Gott ist nicht nur in der religiösen Literatur ein Begriff. In der letzten Zeit gibt es auch aufregende Unterhaltungsliteratur, in dem Gott einer der Hauptrollen einer Unterhaltungsgeschichte bekommt.
So veröffentlicht Der Spiegel zuletzt ein Artikel über Religions-Comics, unter dem Titel Blasphemie und letzte Fragen:
Wenn ein Werk “Die Chroniken von Wormwood” heißt und von der Freundschaft zwischen Gottes und Satans Sohn handelt, ist nicht viel Ehrfurcht zu erwarten. Auch zwei weitere Comics zollen Gott wenig Respekt.
Anderseits, gibt es die der Religion und Gott gegenüber ehrfurchtsvolle Literatur, die auch literarisch überzeugt wie z.B. Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott. Dort geht es um einen Mann, der in Depression versinkt, nach dem seine jüngste Tochter verschwunden und vermutlich gewalttätig umgekommen ist. Eines Tages erhält der Held des Buches einen Brief, unterzeichnet mit „Papa“, der ihn auffordert, sich dieses Wochenende mit ihm in einer Hütte zu treffen. Er verlässt seine Familie und begibt sich allein zur Hütte, unsicher, was er dort antreffen wird. Bei seiner Ankunft findet er nichts Besonderes, außer dem Blutfleck seiner kleinen Missy, doch als er wieder gehen will, verwandeln sich die Hütte und die umgebende Landschaft in eine paradiesische, einladende Umgebung. Er betritt die veränderte Hütte und begegnet dort Verkörperungen der drei Personen der Dreieinigkeit. Der “Vater,” erscheint als Afroamerikanerin, die sich selbst Papa nennt, Jesus als Handwerker aus dem Nahen Osten und der Heilige Geist als asiatische Frau mit Namen Sarayu. (Zusammenfassung basiert auf Wikipedia) Das Buch erschien er 2007 im Selbstverlag Windblown Media als The Shack. Bis März 2009 wurden fast ausschließlich durch Mundpropaganda über 6 Millionen Exemplare der Originalausgabe verkauft. (Ebd.)
Die obigen Büchern sind sehr deutlich von dem christlichen Gottesverständnis geprägt. Die Person Jesus, oder mindestens die eines menschlich verkörperten Gott, spielt in jedem diesen Büchern eine wichtige Rolle.
Kann über G”tt nach dem jüdischen Verständnis auch so geschrieben werden (obwohl ich abraten würde die respektlose Geschichten zu schreiben)? Oder nicht? Read the rest of this entry »
Sollten wir alle Kohanim sein?
June 10, 2010
Kórachs Hauptargument in seiner Rebellion gegen Moschè Rabbénu war:
רַב־לָכֶם כִּי כָל־הָעֵדָה כֻּלָּם קְדֹשִׁים וּבְתוֹכָם ה’ וּמַדּוּעַ תִּתְנַשְּׂאוּ עַל־קְהַל ה:
Zu viel für euch! Alle in der Gemeinde sind heilig, und unter ihnen ist Gott; warum erhebt ihr euch über die Gemeinde Gottes? (Bamidbar 16:3)
Während die Tora Kórachs Behauptungen nicht genau zitiert, können wir aus Moschès Reaktion schliessen, dass Kórach Moschè der Vetternwirtschaft beschuldigte, weil er seinen Bruder Aharón als Kohén Gadól (Hohepriester) eingesetzt hatte. Aber diese Männer wollten nicht, dass das Priesteramt allen zugänglich sein sollte. Obwohl sie behaupteten, alle seien heilig, zogen sie nicht die logische Schlussfolgerung aus ihrem Argument und verlangten Gleichheit – nein, jeder wollte nur einfach selbst als das zeremonielle Oberhaupt von ‘Am Jissra’él, als Kohén Gadól, ausgewählt werden.1 Moschè forderte seine Kritiker dementsprechend auf, Read the rest of this entry »
Posted by Arie Folger 


