Theologische Betrachtungen zum letzten Gaza Krieg

September 4, 2014

Flickr_-_Israel_Defense_Forces_-_Iron_Dome_Battery_Deployed_Near_Ashkelon_(1)DeutschFolgender Artikel meiner Wenigkeit erschien im ORD Magazin zu Rosch haSchana 5775. [20150825: Das war also in September 2014. Obwohl ich ihn erst jetzt, mit einem Jahr Verspätung hochlade, finde ich ihn weiterhin relevant, weil Israel immer im Kern des Weltbewusstsein bleibt, und erst noch jetzt, als über das beängstigende Nuklearabkommen mit dem Iran so viel gesprochen wird. Es ist nicht um sonst, dass die Welt immer über Israel spricht.]

Theologische Betrachtungen zum letzten Gaza Krieg – September 2014

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Wie steht das Judentum eigentlich zur Todesstrafe

July 24, 2014
Die Hinrichtung von Louis XVI. Im Judentum wurde die Guillotine nie befürwortet

Die Hinrichtung von Louis XVI. Im Judentum wurde die Guillotine nie befürwortet

DeutschSoeben erschien in der Jüdischen Allgemeine mein Artikel zu diesem Thema. Weil aus Platzmangel nur ein Teil des Artikels gedruckt wurde, stelle ich hier die längere, vollständige Version den Lesern zu Verfügung.

Wie steht das Judentum eigentlich zur Todesstrafe

Spätestens seit bekannt wurde, dass unter den Terror-Verdächtigten, die im Züge der Entführung von Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel verhaftet wurden, man Ziad Awad zählt, der einst als Lösepreis für Gilad Schalit befreit wurde, einer der Mörder von Polizeioberrat Baruch Mizrahi ist, werden die Stimme für die Einführung einer Todesstrafe für Terroristen, die zu tatsächliche Hinrichtungen führen soll, besonders laut. Die Ermordung der drei Teenagern stärkt diese Tendenz weiter. Read the rest of this entry »


Wie entstand und was bedeutet der bevorstehender Fastentag des 17. Tammus

July 10, 2014
Francesco_Hayez_-_Distruzione_des_tempio_di_Gerusalemme

“Francesco Hayez – Distruzione des tempio di Gerusalemme

DeutschAm 17. Tamus begann die endgültige Eroberung Jerusalems durch Titus – deshalb wird gefastet, aber der Tag erinnert an viel mehr und bedeutet entsprechend auch mehr, als eine Vorschau des 9. Aw. Weiteres lesen Sie in meinem Artikel in der Jüdischen Allgemeine, Der Tag, an dem die Mauer brach.


Nach welchem Prinzip sind die fünf Bücher Mose organisiert?

June 25, 2014
From the Temple Institute (Click for their extensive documentation of the ritual and its meaning)

From the Temple Institute (Click for their extensive documentation of the ritual and its meaning)

DeutschNach welchem Prinzip ist der vierter Buch Mose organisiert? Ist es eher ein Geschichtebuch oder ein Gesetzbuch? Beide kommen im Buch reichlich vor, aber welche Dimension ist die bedeutendere? Wenn es hauptsächlich Gesetze vermittelt, wieso gibt es so viele Geschichten, und nach welchem Prinzip werden die Gesetze in dem einen oder anderen Buch eingeordnet? Und warum fassen sich die Gesetze so kurz, aus dem biblischen Text hätte man kaum eine Ahnung, wie Tefillin zu machen oder sogar wie den Schabbat zu halten, und sind auf der mundliche Überlieferung angewiesen. Wenn es aber hauptsächlich ein Geschichtebuch ist, welche Aufgabe erfüllen die Gesetze in diesem biblischen Buch, warum gubt es überhaupt Opfer- und Heiligkeitsgesetze in diesem Buch, und wurden sie nicht etwa im 3. Buch. Leviticus / Torat Kohanim eingeordnet?

Im folgenden Artikel versuche ich an Hande der Gesetze der Para Aduma, der sgn. roten Kuh, auf diesen grundsätzlichen Fragen zu antworten.

N.B.: Als Bonus hier unten, ein Filmchen, der eine rote Kuh zeigt und das Gebot erklärt, in englischer Sprache, “A Red Heifer is Born”. Read the rest of this entry »


Are Freedom of Religion and Human Rights in Conflict?

April 2, 2014

Englishaudio-input-microphone20140327 ECRL Brussels - group photoRecently, I was invited to address an assembly of political and interfaith leaders at a meeting organized by the European Council of Religious Leaders, at the German federal state of Hessen’s representation in Brussels, under the banner of “Welcoming the Other: Equal Citizenship in Europe – the contribution of religion.” It was an opportunity to explore the mounting pressures attempting to limit freedom of religion and tolerance for others in Europe. The title of my lecture was provocatively entitled: “Religious practices and expressions: contradicting human rights?” and below are an audio recording of my talk, as well as my edited and slightly expanded remarks, responding to the question “are there obstacles that prevent people from fully using their rights as EU citizens to live and work anywhere in the EU?”
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Warum heilt G”tt nicht die Amputierte

April 1, 2014

DeutschPikiWiki_Israel_14321_Religion_in_IsraelWarum erlaubt G”tt böses? Die Frage der Theodizee bewegt seit immer schon den Menschen. Jedoch gibt es auch originelle Gesichtspunkte, die zu unserem Verständnis der Frage beiträgen. So fragte mir eines Tages Herr Joschka Kämpchen: “Warum heilt G”tt nicht die Amputierten?” Aus dieser Auseinandersetzung wuchs ein Artikel von mir, der vor kurzem in der Jüdischen Allgemeine veröffentlicht wurde. Die Diskussion mit Herrn Kämpchen war aber viel tiefgehender. Anbei eine längere Version unserer gemeinsamen Auseinandersetzung.

Eine rabbinische Diskussion zu einem religionsphilosophischen Thema.

Von Rabbiner Arie Folger mit Joschua Kaempchen

Warum heilt G-tt keine Amputierte?

Diese Frage ist natürlich nur eine andere Version der alten Frage der Theodizee, “Wenn es G”tt gibt und Er gütig ist, wieso gibt es so viel Leid auf Erden.” Read the rest of this entry »


Culture, a Foundation for Torah?

March 25, 2014

EnglishpdfFollowing a discussion on the Avodah mailing list (scroll down to: “How to Teach History”) regarding the popularity of Rabbi Samson Raphael Hirsch’s teachings in general and his outlook on Western culture in particular, I am making my 2006 paper Culture, a Foundation for Torah? available for download. It was published that year in a festschrift celebrating the 111st anniversary of the founding of the Schomre Thora in Basel. A German translation was included in my 2008 book Ein lärmendes, reissendes Wildwasser.


Eine nichtjüdische Schwiegertochter? Was ein Rabbiner Benjamin Netanjahu raten kann

February 13, 2014

DeutschMöbius Wedding BandVon Rabbiner Arie Folger – Jüdische Allgemeine 13. Feb. 2013

Manchmal sind die Sorgen eines Premierministers nicht anders als die aller anderen Eltern, obwohl diese sicher schwerwiegender werden, wenn jeder einfache Bürger sich öffentlich einmischt. In dieser Situation befand sich Benjamin Netanjahu, als er vor Kurzem dem Regierungsoberhaupt Norwegens mitteilte, dass sein Sohn Jair mit einer Norwegerin namens Sandra Leikanger, die in Israel studiert, befreundet ist. Klicken Sie hier um weiter zu lesen.

Eine analytische Gedanke, die ich egen der Einschränkungen des Print-Formats nicht in meinem Artikel einschließen konnte, ist die Frage, was wir in solchen Situationen bewirken wollen, oder: warum saßen einst viele Leute Schiwe (trauerten also), wenn ein Kind außerkonfessionell heiratete? Read the rest of this entry »


Should we Circumcise the Children of Non-Members?

November 11, 2013

English255px-Nimrod_ST_07Sridim, the scholarly journal of the Conference of European Rabbis, just published my article on the question, whether Jewish Communities may abstain from helping non-members circumcise their sons.

Jewish communities provide many services and play a crucial role in furthering Jewish identity and adherence. All those programs and activities cost money, however. Different countries use different models to raise funds. In some European countries, first and foremost in Germany, funds are raised through a system of registration with and taxation by the state in favor of the designated faith community. Thus, Jews (and Catholics, Protestants and Muslims, etc.) in Germany are expected to register as Jews (or as belonging in their respective faith community) with the government, which will then proceed to add 8 or 9% on top of income taxes and pass that addition on to the designated community. The act of not joining or leaving the community, often for financial reasons, hurts the community and forces its remaining members to unfairly bear the burden of services. May such a community, in addition to denying non members reduced or free entry to concerts, lectures and sundry other events, also deny basic Jewish services, like the circumcision of newborn boys of non-members?

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Why I Signed a Letter on Open Orthodoxy

November 8, 2013

Englishopen letter on corpulence - cover pageThe Jewish internet is ever more abuzz concerning the controversies surrounding Yeshivat Chovevei Torah and its affiliates forming the institutional backbone of Open Orthodoxy. Recently, after my esteemed acquiaintance, YCT president Rabbi Asher Lopatin complained in an op-ed to Haaretz, in which he arrogated to him and his movement support from [most of] Modern Orthodoxy, I joined a group of rabbis to co-author and sign a public letter, which was published there, as well. Why did I sign that letter, what are my concerns?

The Five Towns Jewish Times just published my op-ed delineating many of our concerns. My conclusion is: Read the rest of this entry »