Videovortrag: Wer hat die Psalmen verfasst?

June 2, 2010

Es ist allgemein bekannt, dass König David als Verfasser der Tehillim (Psalmen) angesehen wird. Allerdings gibt es im Talmud, in zahlreichen Midraschím und auch im Text der Tehillim Hiweise darauf, dass König David nicht der einzige Verfasser der Tehillim ist.

Wer denn waren die anderen Verfasser der Tehillim, und was wissen wir über sie?


Dieser Schi’úr (Vortrag) wurde am So. 7. März ’10 in der Schomre Thora Basel vorgetragen und ist der zweite in einer Reihenfolge von Video-Schi’úrim (Vorträge) zu den Psalmen. Der frühere Vortrag heisst Tehillim als Gebet.

[Sie können sich diesen Video auch bei Vimeo anschauen.]


Die Gaza-Hilfsflotte kritisch betrachtet

June 2, 2010

Jürg Bischoff schreibt in der NZZ:

Die Erstürmung der Schiffe wurde zu einem Blutbad, weil die israelischen Militärs zwischen einer Kriegssituation und zivilem Widerstand in der Regel keinen Unterschied machen. Seit Jahren setzen israelische Soldaten in den besetzten Gebieten ihre Schusswaffen ein, ob sie sich nun bewaffneten Kämpfern oder unbewaffneten Demonstranten gegenübersehen.

Seine Gedanken wiederspiegeln die von vielen anderen Journalisten im Westen.

Peter Münch schreibt in BaZ:

Es wird nicht reichen, sich damit zu rechtfertigen, dass die Soldaten beim Kapern von den Aktivisten angegriffen worden seien. Es klingt angesichts der Kräfteverhältnisse und der Opferzahlen fast obszön, wenn der Armeesprecher angibt, die Soldaten hätten sich gegen Lynch-Attacken zur Wehr setzen müssen.

Waren die Kräfteverhältnisse richtig obszön? Schauen Sie sich die folgenden Videos an, und beschliessen Sie selber.
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Offenbarte Vernunft

May 13, 2010

DeutschDie Offenbarung am Sináj ist der Inbegriff von religiöser Erfahrung. Wenn diese Offenbarung einer derart spiritueller, himmlischer Bedeutung sind, warum handeln die letzten fünf der Zehn Worte von so einfachen Dingen wie dem Verbot von Mord, Diebstahl und falscher Zeugenaussage? Sind das nicht Mizwót der Art, die Raw Sa‘adjá Ga’ón מצות שכליות ‘rationale Gebote’ nannte,3 oder, wie Raschi es ausdrückt (Bereschít 26:5), Vorschriften, die selbst dann, wenn sie nicht in der Torá stünden, für uns bindend wären? Read the rest of this entry »


Audio-Schi’ur zu Psalm 91 – im Andenken an der Frau Beatrice Bernstein

April 11, 2010

Es ist mit grossem Bedauern, dass wir von der schmerzlichen Mitteilung vom Hinschied der Frau Beatrice Bernstein s.A. — בריינדעל בת יהודה — vernommen haben. Zum ersten Schiwa’-Lernen wurde der schwierige, aber schöne und tiefe Psalm 91 ausgelegt. Anbei die Aufnahme dieses Lernens. Read the rest of this entry »


Ansprache anlässlich des G”ttesdienst in der historischen Synagoge von Endingen, an Chol-HaMo’ed-Pessach

April 7, 2010

Was noch könnte Pessach bedeuten?

Numerii Kap. IX: Während der vierzig Jahren, dass die Israeliten in der Wüsste weilten, vor dass sie ins heilige Land einziehen durften, wurde kein Pessachopfer gebracht. Kein einziges? Nein, ein einziges mal wurde das Pessachopfer doch gebracht: zum ersten Pessachfest nach dem Auszug. Einige Leute durften das Opfer aber nicht bringen, weil sie zu einer Beerdigung usw. tamé (rituell veruntreinigt) wurden.

Jedoch wollten sie unbedingt das Pessachopfer bringen. Moses wendete sich zu G”tt, der das sgn. Pessach-Schení-Fest verordnete: der, der es fürs erste mal nicht schaffte, durfte es ein Monat später nachholen.

Aber: wieso wollten jene Leute unbedingt das Opfer bringen? Sie hatten ja eine legitime Dispensation?

Oder direkt von Vimeo.

PS: Weil es eher kalt war, wurde die Predigt nicht während des G”ttesdienstes, sondern zum Frühstück nachher, im Pflegeheim Margoa – Lengnau, gesprochen.


25 bis zu lebenslang

March 4, 2010

Die Hafstrafe des Mörders des Herrn Jacob Gerstle wurde diese Woche ausgesprochen, wie Vosizneias berichtet:

A 6-foot-6 career mugger who bludgeoned an 81-year-old Orthodox Jew to death while robbing him in his Washington Heights elevator was slammed today with a maximum sentence of 25 years to life for the brutal murder.

“I’ve tried dozens of murder cases in my career,” the judge said in throwing the book at the hulking murderer. “This is one of the most brutal crimes I’ve had to face.

“To attack a frail, elderly man in an elevator is every citizen’s nightmare.”


Is the New Israel Fund Indirectly Responsible for the Goldstone Blood Libel?

February 3, 2010
The Israeli press is in uproar. Over the last week, serious accusations have been levelled at sixteen Israeli NGOs and the New Israel Fund, which is a or the major funder of these organisations. In a nutshell:

“Without the New Israel Fund, there would be no Goldstone Report, and Israel would not be facing international accusations of war crimes,” read the advertisement, making reference to a an Israeli philanthropic organization that funds a number of Israeli rights and progressive social change organizations.

Die israelische Presse ist in Aufruhr. Während der letzten Woche wurden schwere Vorwürfe gegen sechszehn israelische NGOs und dem New Israel Fund – einer der wichtigsten Geldgebern oder sogar der wichtigste Geldgeber diesen Organisationen – erhoben. In wenigen Worten:

“Ohne dem New Israel Fund würde es keinen Goldstone-Rapport geben und würden gegen Israel international keine Vorwürfe von Kriegverbrechen erhoben” liesst man in der Anzeige, die auf eine israelische philanthropische Organisation verweist, die eine Reihe von Menschenrechten- und sozial-progressive geselschaftliche Organisationen finanziert.

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Der schwierige Nachlass

January 28, 2010

Vor einem Jahr befand ich mich als einziger Jude in einem kleinen Kreis in Deutschland zu besuch. Obwohl der Grund des Besuches weder mit dem Judentum oder mit dem Thema Geschichte zu tun hatte, wendete sich das Gespräch zum Thema Holocaust, ganz besonders wie es heute noch, mehr als sechzig Jahre nach der Befreiung, den gesellschaftlichen Dialog dominiert. Wieso, fragen Deutsche, dessen Eltern nicht einmal alt genug waren, um zur Nazi-Zeit in der Wehrmacht, Luftwaffe, SS usw. gedient zu haben? Wieso müssen junge Deutsche sich noch immer mehr als die Franzosen, Spanier, Portugesen, Belgier, usw. mit dem Holocaust befassen, wenn sie mit dem damaligen Deutschland nie in Berührung kamen? Und wieso muss die ganze deutsche Gesellschaft diesen enormen Last und Schamzeichen tragen, wenn die Mehrheit der Deutschen damals nicht vom grössten Kriegsverbrechen, vom Mord an Millionen europäischen Juden, überhaupt wussten? Nicht einmal die Soldaten der Wehrmacht wussten von diesem systematischen Völkermord, der schliesslich heimlich, von einer relativ kleinen Gruppe Nazis durchgeführt wurde.

Zur ersten Frage finden Sie eine Perspektive am Ende dieses Blog-Post. Zuerst möchte ich mich zur zweite Frage wenden.

Der Spiegel veröffentlichte vor kurz einen Interview, der dieses Mythos der ingnoranten Wehrmacht, sowie der ignoranten bürgerlichen Mehrheit einmal mehr in Frage stellt, um nicht zu sagen, das es ihn wiederlegt.

“Alle in der Etappe wussten es”

Wussten die deutschen Soldaten vom Holocaust? Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin ein Soldatenheim hinter der Ostfront leitete. Über den Judenmord sei ganz offen gesprochen worden – in der Hoffnung auf Beförderung habe sich mancher sogar freiwillig zu Erschießungen gemeldet.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz, in dem mehr als eine Million Juden von den Nazis umgebracht worden waren. Bis heute ist umstritten, was jene Deutschen vom Holocaust wussten, die nicht zu den Tätern zählten. Kürzlich sagte der US-Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen im SPIEGEL-Gespräch, die Kenntnis des Massenmords sei “sehr weit verbreitet” gewesen, und verwies auch auf die etwa zehn Millionen Soldaten an der Ostfront. Die Leserin Annette Schücking-Homeyer schrieb daraufhin an den SPIEGEL, sie könne als “eine Art Zeitzeugin” Goldhagens Behauptung bestätigen. Read the rest of this entry »


Was ist Bitachón / Zuversicht? (Audio)

January 24, 2010

Neuer Audio-Schiúr: Was ist Bitachon / Zuversicht in G”tt? Read the rest of this entry »


Endlich ein Mass Gerechtigkeit

January 23, 2010

Wie Vosizneias berichtet, wurde letzer Donnerstag William Hill, der Mann, der die Verantwortung trägt für den Tod des Herrn Jacob Gerstle ע”ה, vom Gericht für schuldig erklärt. Das Urteil wird am 11 Februar ausgesprochen werden.

Ich möchte der Familie von Herrn Gertle innige Gefühle der Sympathie mitteilen. Wir hoffen, dass mit diesem Rechtsspruch die Familie Closure empfinden wird. יה”ר שתתנחמו מן השמים.