September 9, 2016

Eine Synagoge, die für die Hohe Feiertage in Weiß geschmuckt ist.
Von Rabbiner Schlomo Hofmeister
Klar, Teschuwa (Umkehr und Reue) ist wichtig. Deshalb sprechen wir an Jom Kippur acht mal das lange Sündenbekenntnis ‘Al Chet (neun, wenn wir die Nachmittag vor Jom Kippur dazu zählen): eine ellenlange Liste von Sünden, einschließlich solche, die man beging, solche, die man nicht beging, und solche, die man leider geneigt sein könnte, sie begehen zu wollen. Aber sicher reicht ein Tag dafür, wozu sollen wir 10 Bußtage von Rosch ha-Schana bis Jom Kippur haben. Und überhaupt, wozu braucht man noch vor Rosch ha-Schana einen gesamten Monat Elul als Teschuwa-Monat? Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay | Tagged: Elul, Hohe Feiertage, Umkehr |
Permalink
Posted by Arie Folger
September 2, 2016
Von Dr. Ruth Winkler

“Consolation” – © Ornorm, @DeviantArt
Nach der Toralesung am Schabbat lesen wir die Haftara, einen Ausschnitt aus den Prophetenbüchern. Während meistens die Haftara einen thematischen Zusammenhang mit dem Wochenabschnitt der Tora hat, gilt um diese Jahreszeit ein anderes Prinzip: An den drei Schabbatot vor dem 9. Av (dem Fasttag, an dem wir der Zerstörung des Tempels gedachten), lasen wir die „drei Haftarot der Vergeltung“ – mahnende Texte, die das jüdische Volk für seine Fehler tadelten und böse Konsequenzen in Aussicht stellten. Nach dem 9. Av, also nachdem die Zerstörung Jerusalems und des Tempels das Thema war, lesen wir die „sieben Haftarot des Trostes“ – Ausschnitte aus dem Buch Jesaja, die davon sprechen, dass Jerusalem nach all dem Schlimmen, das war, getröstet sein soll. Am Ende mündet diese Kette von Texten des Trostes in das Thema der Tschuva, der Umkehr, das zu Rosch haSchana / Jom Kippur im Mittelpunkt stehen wird. Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay | Tagged: Haftara, Trost |
Permalink
Posted by Arie Folger
September 2, 2016

Der Prophet Nathan weist König David zurecht ─ Eugène Sibert (1851-1931)
Von Rabbiner Schlomo Hofmeister
Nun schon zum vierten Mal hintereinander, ist auch in unserem dieswöchigen Wochenabschnitt, Paraschat Re’eh, das Hauptthema der schwierige und unangenehme Gegenstand von Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: Umkehr, Zurechtweiseung, פרשת ראה |
Permalink
Posted by Arie Folger
August 26, 2016

Frauen an der Klagemauer – Library of Congress Archives
Von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg
Das Thema von Lohn und Strafe im Judentum ist ein kompliziertes. In Paraschat Ekew befindet sich der zweite Abschnitt des Schema Jisrael welches mit den Worten beginnt (Dewarim 11:13-15 auszugsweise):
„Wenn ihr auf meine Gebote höret … dann gebe ich euch Regen … dann gebe ich euch Gras für eure Tiere und du wirst essen und satt sein …“
(Nicht zum Thema, aber doch interessant ist im Vers 15 abzulesen, dass ein Mensch zuerst seine Haustiere füttern muss, bevor er selbst isst!) Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: Umkehr, פרשת עקב |
Permalink
Posted by Arie Folger
August 26, 2016

Von Rabbiner Schlomo Hofmeister
Der zweite Abschnitt des Schma Jissraël stammt aus unserer Paraschat Ekew. Darin werden wir aufgefordert, dem Lieben G’tt „zu dienen“ mit unserem „ganzen Herzen“. (Dewarim 11:13)
Unsere Weisen fragen im Talmud: „Was ist diese Awoda sche-ba-Lew – dieser Dienst des Herzens? Das ist das Gebet!“ (Talmud, Ta’anit 2a) Was bedeutet dieses sonst allgemein bekannte Konzept? Wie ist der Begriff des Dienens mit Gebet gleichzusetzen? Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: prayerbook, פרשת עקב |
Permalink
Posted by Arie Folger
August 18, 2016

Eine Umfrage, die im Jahr 2008 in der Schweiz durchgeführt wurde, hat ergeben, dass ein wenig mehr als die Hälfte der Befragten es für zulässig halten, bei einem potentiellen Sexualpartner Annäherungsversuche zu machen, obwohl er oder sie offenbar gebunden ist, z.B. deutlich sichtbar einen Ehering trägt. Die Mehrheit der Befragten fand, dass es ganz in der Verantwortung der Person mit festem Partner liegt, ob sie auf die Annäherungsversuche Dritter eingeht oder nicht. Read the rest of this entry »
1 Comment |
Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: Vaetchanan, פרשת ואתחנן |
Permalink
Posted by Arie Folger
August 17, 2016

Von Rabbiner Schlomo Hofmeister
In unserer dieswöchigen Parascha, wiederholt die Tora noch einmal die Auflistung der Asseres Ha-Dibros ─ Die Zehn Gebote. Einerseits ist diese nochmalige Auflistung jener, wie auch vieler anderer Gebote und Vorschriften in Buch Dewarim, an die junge Generation gerichtet, die bei der Offenbarung der Tora 40 Jahre zuvor noch nicht geboren war. Damit betont Mosche, dass der Gesetzesbund der Tora zwar in der Generation des Auszugs aus Ägypten geschlossen wurde, jedoch auch für die danach geborene, sowie für alle zukünfitgen Generationen Gültigkeit hat. Gleichzeitig werden uns aber dadurch, bei genauerer Analyse, auch tiefere Aspekte und Konzepte im Zusammenhang mit den Geboten und Verboten der Tora vermittelt, denn der Text Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: Vaetchanan, פרשת ואתחנן |
Permalink
Posted by Arie Folger
August 12, 2016

Moses segnet Joschua vor dem Hohepriester James Tissot (18321902)
Mosche ist dem nahen Ende seines Lebens sehr bewusst. Bereits in Paraschat Pinchas bat er G”tt, einen Nachfolger auszuwählen, der nach ihm das Volk führen würde. Daraufhin befahl G”tt Mosche, Jehoschua bin Nun als Führer zu ernennen (Bamidbar 27:15-23). Jehoschua ist eine sui generis, eine einzigartige Persönlichkeit, die eher mit Mosche als mit den üblichen Anführern zu vergleichen ist. Dies vermitteln Read the rest of this entry »
Leave a Comment » |
Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: Devarim, leadership, פרשת דברים |
Permalink
Posted by Arie Folger
August 4, 2016
Von Rabbiner Schlomo Hofmeister

Rekonstruktion der Innenansicht des Hejchals im 1. Bejt ha-Mikdasch – (c) Temple Insitute
Der Toraschrein ist der heiligste Ort der Synagoge. In der aschkenasischen Tradition wird er so wie die „Bundeslade“ des Bejt ha-Mikdasch (der Tempel Jerusalems) Aron Ha-Kodesch genannt (vgl. Melachim II 35:3); in der sephardischen Tradition wird er entsprechend dem zentralen Gebäude des Bejt Ha-Mikdasch als Hejchal bezeichnet (vgl. Schmuel I 3:3). Zu jedem Aron Ha-Kodesch gehört auch immer ein Parochet, der ─ in Anlehnung an den gleichnamigen Vorhang im Bejt Ha-Mikdasch ─ als wichtige Abgrenzung zwischen der Heiligkeit des Synagogenraums und der erhöhten Heiligkeit des Aron Ha-Kodesch dient (Schulchan Aruch Orach Chaim 154:3, Rema 154:6, Magen Avraham 147:10).
Es gibt auch weitere strukturelle Parallelen der synagogalen Architektur und Einrichtung Read the rest of this entry »
1 Comment |
Deutsch, Essay | Tagged: Synagoge |
Permalink
Posted by Arie Folger