Jom Kippur, eine Begegnung mit G“tt

September 22, 2014

DeutschIMG_2955Bekanntlich wird Jom Kippur als der heiligste Tag des jüdischen Kalenders betrachtet. Ein Grund dafür, ist, weil er eine Begegnung mit G”tt bildet.

Anbei eine längere Faßung meines letzten Artikels in der Jüdischen Allgemeine. Nur eine Bemerkung. Rabbiner Joseph Ber Soloveitchik war gebürtiger “Litwak”, bekennte sich also der besonders stark vom Tora-Lernen und Analytik geprägten lithauisch-jüdischen Kultur. Diese heilige Kultur zeichnete sich durch ihre sehr hohe aber gleichtzeitig in der Bevölkerung sehr verbreitete intellektuelle Ausrichtung. Von solchen Leuten erwarten wir eine kompromislose, wissenschaftliche Präzise Talmud-Analytik. Wer hätte erwartet, in einem Litwak solche Dichterkunst und reiche Gefühle, zu entdecken … Read the rest of this entry »


Theologische Betrachtungen zum letzten Gaza Krieg

September 4, 2014

Flickr_-_Israel_Defense_Forces_-_Iron_Dome_Battery_Deployed_Near_Ashkelon_(1)DeutschFolgender Artikel meiner Wenigkeit erschien im ORD Magazin zu Rosch haSchana 5775. [20150825: Das war also in September 2014. Obwohl ich ihn erst jetzt, mit einem Jahr Verspätung hochlade, finde ich ihn weiterhin relevant, weil Israel immer im Kern des Weltbewusstsein bleibt, und erst noch jetzt, als über das beängstigende Nuklearabkommen mit dem Iran so viel gesprochen wird. Es ist nicht um sonst, dass die Welt immer über Israel spricht.]

Theologische Betrachtungen zum letzten Gaza Krieg – September 2014

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Wie steht das Judentum eigentlich zur Todesstrafe

July 24, 2014
Die Hinrichtung von Louis XVI. Im Judentum wurde die Guillotine nie befürwortet

Die Hinrichtung von Louis XVI. Im Judentum wurde die Guillotine nie befürwortet

DeutschSoeben erschien in der Jüdischen Allgemeine mein Artikel zu diesem Thema. Weil aus Platzmangel nur ein Teil des Artikels gedruckt wurde, stelle ich hier die längere, vollständige Version den Lesern zu Verfügung.

Wie steht das Judentum eigentlich zur Todesstrafe

Spätestens seit bekannt wurde, dass unter den Terror-Verdächtigten, die im Züge der Entführung von Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel verhaftet wurden, man Ziad Awad zählt, der einst als Lösepreis für Gilad Schalit befreit wurde, einer der Mörder von Polizeioberrat Baruch Mizrahi ist, werden die Stimme für die Einführung einer Todesstrafe für Terroristen, die zu tatsächliche Hinrichtungen führen soll, besonders laut. Die Ermordung der drei Teenagern stärkt diese Tendenz weiter. Read the rest of this entry »


Wie entstand und was bedeutet der bevorstehender Fastentag des 17. Tammus

July 10, 2014
Francesco_Hayez_-_Distruzione_des_tempio_di_Gerusalemme

“Francesco Hayez – Distruzione des tempio di Gerusalemme

DeutschAm 17. Tamus begann die endgültige Eroberung Jerusalems durch Titus – deshalb wird gefastet, aber der Tag erinnert an viel mehr und bedeutet entsprechend auch mehr, als eine Vorschau des 9. Aw. Weiteres lesen Sie in meinem Artikel in der Jüdischen Allgemeine, Der Tag, an dem die Mauer brach.


ORD-Seminar in Regensburg

June 25, 2014

Deutsch64px-John_E_Fry_Steadicam_Operator_UKAus der Mittelbayrischen Zeitung:

Auf Einladung ihres Mitglieds Josef Chaim Bloch, Regensburger Gemeinderabbiner (2. von rechts), tagte die Konferenz erstmals in der Welterbestadt. Von Sonntag bis Dienstag besprachen die Gottesmänner Modelle, wie man die Gemeindemitglieder mit koscheren Lebensmitteln versorgen kann. Ein Thema war auch die Begleitung der Gemeindemitglieder vor dem Rabbinatsgericht. Bei einem Empfang am Montag beteten die Rabbiner erstmals gemeinsam mit dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und Oberbürgermeister Joachim Wolbergs für Anliegen, die ihnen Menschen anvertraut hatten.

Nebst obige Themen besprachen wir auch den Status der Zivilehe ohne religiöse Eheschließung, der Trennung aus so einer Ehe aus religiösen Sicht, und behandelten überhaupt die Themen Familie und Jugend.

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Nach welchem Prinzip sind die fünf Bücher Mose organisiert?

June 25, 2014
From the Temple Institute (Click for their extensive documentation of the ritual and its meaning)

From the Temple Institute (Click for their extensive documentation of the ritual and its meaning)

DeutschNach welchem Prinzip ist der vierter Buch Mose organisiert? Ist es eher ein Geschichtebuch oder ein Gesetzbuch? Beide kommen im Buch reichlich vor, aber welche Dimension ist die bedeutendere? Wenn es hauptsächlich Gesetze vermittelt, wieso gibt es so viele Geschichten, und nach welchem Prinzip werden die Gesetze in dem einen oder anderen Buch eingeordnet? Und warum fassen sich die Gesetze so kurz, aus dem biblischen Text hätte man kaum eine Ahnung, wie Tefillin zu machen oder sogar wie den Schabbat zu halten, und sind auf der mundliche Überlieferung angewiesen. Wenn es aber hauptsächlich ein Geschichtebuch ist, welche Aufgabe erfüllen die Gesetze in diesem biblischen Buch, warum gubt es überhaupt Opfer- und Heiligkeitsgesetze in diesem Buch, und wurden sie nicht etwa im 3. Buch. Leviticus / Torat Kohanim eingeordnet?

Im folgenden Artikel versuche ich an Hande der Gesetze der Para Aduma, der sgn. roten Kuh, auf diesen grundsätzlichen Fragen zu antworten.

N.B.: Als Bonus hier unten, ein Filmchen, der eine rote Kuh zeigt und das Gebot erklärt, in englischer Sprache, “A Red Heifer is Born”. Read the rest of this entry »


Rückblick auf Limmud.de

June 2, 2014

Deutschlimmud-logoIch komme soeben von einem Wochenande am Werbelinsee bei Berlin zurück, wo der Limmud.de Festival statt fand. Limmud ist kein einfaches Phenomen. Es wird fast ausschließlich von Freiwilligern geführt und organisiert, die Referenten kommen alle als Freiwilliger, und es gibt Momente mit der großartigsten Atmosphäre. Ganz besonders merkte ich mir, wieviel Teilnehmer da waren, die vermutlich viel weniger das gewöhnliche Angebot der Gemeinden wahrnehmen. Die Begegnungen waren toll und bei mehreren Vorträgen, wie bei meinen zwei, zum Beispiel, war Diskussion, aktive Teilnahme des Publikum reichlich vorhanden.

pdfAnbei ein Paar Bilder und das Quellenblatt für meinen Vortrag Jüdische Beschneidungsverweigerer in der Vergangenheit und Gegenwart.

Die jüdische Allgemeine veröffentlichte mehrere Artikel zu diesem 7. deutschen Limmud-Festival. Lese diesen Blog-Post zu Ende»

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Warum gingen unsere Vorfahren ins ägyptische Exil? (Audio-Schiur)

April 1, 2014

Deutschaudio-input-microphone20140330 - FlyerSchomre Was können wir aus dem Warum des ägyptischen Exil lernenIm biblischen Denken und in der jüdischen Theologie ist est durchaus unumstritten, dass Exil und Vertreibung des ofters mit Sünde zusammen hängt. Aus dem Exil wird das Volk erlöst, als es den Grund seines Exils aufhebt oder mindestens versucht aufzuheben. Für den ägyptischen Exil finden wir aber in der Torá keine eindeutige Gründe, warum also gingen unsere Vorfahren ins ägyptische Exil, und was können wir daraus lernen? Ein Audio-Vortrag, der am 30. März 2014 in der Schomre Thora Basel vorgestellt wurde. Read the rest of this entry »


Warum heilt G”tt nicht die Amputierte

April 1, 2014

DeutschPikiWiki_Israel_14321_Religion_in_IsraelWarum erlaubt G”tt böses? Die Frage der Theodizee bewegt seit immer schon den Menschen. Jedoch gibt es auch originelle Gesichtspunkte, die zu unserem Verständnis der Frage beiträgen. So fragte mir eines Tages Herr Joschka Kämpchen: “Warum heilt G”tt nicht die Amputierten?” Aus dieser Auseinandersetzung wuchs ein Artikel von mir, der vor kurzem in der Jüdischen Allgemeine veröffentlicht wurde. Die Diskussion mit Herrn Kämpchen war aber viel tiefgehender. Anbei eine längere Version unserer gemeinsamen Auseinandersetzung.

Eine rabbinische Diskussion zu einem religionsphilosophischen Thema.

Von Rabbiner Arie Folger mit Joschua Kaempchen

Warum heilt G-tt keine Amputierte?

Diese Frage ist natürlich nur eine andere Version der alten Frage der Theodizee, “Wenn es G”tt gibt und Er gütig ist, wieso gibt es so viel Leid auf Erden.” Read the rest of this entry »


Eine nichtjüdische Schwiegertochter? Was ein Rabbiner Benjamin Netanjahu raten kann

February 13, 2014

DeutschMöbius Wedding BandVon Rabbiner Arie Folger – Jüdische Allgemeine 13. Feb. 2013

Manchmal sind die Sorgen eines Premierministers nicht anders als die aller anderen Eltern, obwohl diese sicher schwerwiegender werden, wenn jeder einfache Bürger sich öffentlich einmischt. In dieser Situation befand sich Benjamin Netanjahu, als er vor Kurzem dem Regierungsoberhaupt Norwegens mitteilte, dass sein Sohn Jair mit einer Norwegerin namens Sandra Leikanger, die in Israel studiert, befreundet ist. Klicken Sie hier um weiter zu lesen.

Eine analytische Gedanke, die ich egen der Einschränkungen des Print-Formats nicht in meinem Artikel einschließen konnte, ist die Frage, was wir in solchen Situationen bewirken wollen, oder: warum saßen einst viele Leute Schiwe (trauerten also), wenn ein Kind außerkonfessionell heiratete? Read the rest of this entry »