Weiterbildung, damit die Ausbildung nicht wiederholt werden muss

April 21, 2016

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Austrian-German_Swiss_flags-tinyIn der Jüdischen Allgemeine erschien soeben mein jüngster Aufsatz zu Pessach: Harte Schule in Ägypten.
Wofür wurden wir in Ägypten versklaft, und was für eine Bedeutung hat dies noch heute?

Die zentrale Gedanke des Artikels basiert auf Schiurim von Rabbiner Menachem Leibtag.


Eine politische Aufgabe für religiöse Würdenträger

April 20, 2016

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Garten der Religionen in Karlsruhe (zur Illustration)

Austrian-German_Swiss_flags-tiny Seit wohl über ein Jahr diskuttiert Europa non stop über die Flüchtlingspolitik. Wie können religiöse Würdenträger in dieser gesellschaftliche Diskussion einen Beitrag leisten? Manche religiöse Anführer haben sich klar hinter den Flüchtlingen gesetzt, nehmen persönlich an zahlreichen Aktionen zur Hilfeleistung an Flüchtlingen Teil, und fordern eine sehr liberale Flüchtlingspolitik. Andere beschäftigen sich mit den Herausforderungen einer gelungenen Integration. Weitere beschäftigen sich mit dem Extremismus, mit dem Phenomen der Hassprediger und andere Elementen, die den Religionsfrieden bedrohen.

Alle diese Beiträge sind wichtig. Jedoch beeinflüßen sie nur einen Teil des gesellschaftlichen Dialogs: die Freiwilligenarbeit. Doch verfügt die Politik über viel mehr Mittel, kann sie aber nicht gegen dem Willen der Bürger einsetzen. Deshalb versuche ich vorzuschlagen, welche noriginellen Beitrag ausgerechnet geistige Würdenträger in diese Diskussion einfließen lassen können. Diese Gedanke wurde anläßlich der jährlichen Begegnung von Rabbinern und Bischöfen im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit im Stadthaus Hannover (Bericht der Jüdischen Allgemeine) von meiner Wenigkeit vorgestellt, und wurde nun Read the rest of this entry »


Halacha zum Wochenabschnitt: Grabbesuche und Bestattungskultur

April 5, 2016

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Austrian-German_Swiss_flags-tinyKönnen Bibelgesetze, die seit Jahrtausende nicht mehr praktiziert werden können, heutzutage noch was bedeuten? Ja, viel, sogar, das uns nahe am Herzen liegt. Read the rest of this entry »


Halacha zum Wochenabschnitt: Nur authentische Pessach-Opfer zum Seder

March 24, 2016

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Austrian-German_Swiss_flags-tinySpielen die religiöse Opfergesetze noch irgendwelche Rolle im heutzutage gelebten Judentum?
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Halacha: Warum die, die am Adar I geboren sind, keine Unglücklichen sind

March 2, 2016

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Austrian-German_Swiss_flags-tinyDer deutsche Mathematiker, Experimentalphysiker und Satirist Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) widmete den armen Seelen, die im gregorianischen Kalender ihren Geburtstag nur alle vier Jahren feiern können, seine Schrift „Trostgründe für die unglücklichen, die am 29sten Februar geboren sind“. Wobei relativ wenig Menschen davon betroffen sind. Schätzungsgemäß sind es etwas mehr als 55000 Deutscher, die an diesen Tag geboren sind. Es entspricht 1/1461 der Bevölkerung.

Nicht so nach dem jüdischen Kalender. Innerhalb eines Zyklus von 19 Jahre fügen wir ganze 7 Schaltmonate hinzu. Die Geburtstage von nicht weniger als 7/235 der jüdischen Bevölkerung sind also vom extra Adar-Monat des jüdischen Schaltjahres betroffen. Wann feiern Schalt-Jahr-Adar-Kinder also ihre Geburtstage? Read the rest of this entry »


Halacha zum Wochenabschnitt: Zeige nicht auf andere, das ist unhöfflich (und zähle sie auch nicht)

February 23, 2016

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Austrian-German_Swiss_flags-tinyUnser Wochenabschnitt fängt mit einer Verordnung an, wie vorzugehen, wenn eine Volkszählung im Volk Israel durchgeführt werden soll:

Wenn du die Zahl der Kinder Israel ermittelst, so soll ein jeder dem Ewigen ein Lösegeld für seine Seele geben, wenn man sie zählt; damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden; und zwar soll jeder, der durch die Musterung geht, einen halben Schekel geben, nach dem Schekel des Heiligtums; ein Schekel gilt zwanzig Gera. Der halbe Schekel ist eine Abgabe an den Ewigen. (2. B.M. 30, 12-13)

Auf den ersten Blick geht es hier um eine bedingte Mizwa, also wenn das Volk gezählt werden soll, dann… Das Ziel dieser Volkszählung sei in erster Linie Read the rest of this entry »


Zum Wochenabschnitt: Nach dem Mehrheitsprinzip in der Halacha entscheiden

February 2, 2016

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Unter den zahlreichen arbeitsrechtlichen, Zivil-, Kriminal- und Ritualgesetzen unseres Wochenabschnittes finden wir auch Gesetze bezüglich der Gerichtshöfe. Eines dieser Gesetze lehrt indirekt, dass nach einem Mehrheitsprinzip Entscheidungen getroffen werden sollen: „Folge nicht nach der Mehrheit zum Bösen, und sage in einer Streitsache nicht so aus, dass du Recht beugst, wenn du dich der Mehrheit anschließest.“(2. B.M. 23:2).

Obwohl ein Mehrheitsprinzip uns im allgemeinem selbstverständlich erscheint, kann es nicht immer angewendet werden, da es Read the rest of this entry »


Frag den Rabbi: Wir missionieren nicht! (Aber warum nicht?)

January 28, 2016

Rabbi-CoolClips_vc074807DeutschFrage: Ich betrachte missionieren als “Sünde”: Wir Juden missionieren nicht. Das ist für mich so klar wie Erbsensuppe. Aber hie und da werde ich von Christen (viele Christen betrachten das für sich als Pflicht) gefragt: Warum tun WIR das eigentlich nicht?

Wir missionieren nicht, weil wir nicht erwarten, dass irgendwann alle Menschen Juden werden. Auch im ‘Alenu-Gebet sprechen wir nur von der allgemeine Anerkennung des einzigen G”ttes, und nicht, dass alle Völker jüdisch werden. Das ‘Alenu-Gebet endet mit dem Vers Read the rest of this entry »


Zum Wochenabschnitt: Eine Strategie für den Exodus

January 14, 2016

Book_of_Exodus_Chapter_6-2_(Bible_Illustrations_by_Sweet_Media)Zum WochenabschnittWar es G”ttes Absicht, nach jeder Weigerung des Pharaos, das Volk Israel frei zu lassen, jeweils ad hoc eine neue Plage zu ersinnen, in der Hoffnung, dass nun der Pharao doch nachgeben wird, oder stand die Strategie von Anfang an fest? Read the rest of this entry »


Zum Wochenabschnitt: Eine Klage zweideutigen Verdienstes

January 7, 2016

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Zum WochenabschnittAm Anfang unseres Wochenabschnittes sagt G“tt zu Mosche:

Ich erschien Awraham, Jitzchak und Ja’akow als E–l Schad–dáj (G”tt, der Allmächtige); aber mit meinem Namen Ha-Schém (Ewiger) habe ich mich ihnen nicht offenbart. (2.B.M. 6:3)

Offensichtlich wird Mosche hier mit den Vorvätern verglichen. Aber wird er ihnen im positiven Sinne gegenübergestellt oder im negativen? Read the rest of this entry »