March 8, 2017

In der Synagoge brennt ein Licht, dass nie ausgelöscht wird. Es brennt Tag und Nacht. Kommt man nachts oder frühmorgens in die Synagoge, bevor das Licht eingeschaltet wird, richtet sich unser Blick unmittelbar auf das kleine winzige Licht einer Glühbirne oder einer Öllampe, das einen großen Schatten an die Wände wirft.
Wer leider einen nahen Verwandten verloren hat, weiß, dass getrauert, Kaddisch gesprochen und ein Licht angezündet wird. Zahlreiche Leute zünden am Anfang der Schiwe-Trauerwoche eine Kerze an, die eine ganze Woche brennt, und andere Leute sorgen sogar dafür, dass diese Kerze wiederholt abgelöst wird, damit ein ganzes Jahr lang, bis zur ersten Jahrzeit, im Trauerhaus eine Kerze brennt.
Woher kommt der Gedanke des ewigen Lichtes und was symbolisiert es? Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
March 1, 2017

Der Tempelberg – die heiligste Stätte auf Erden für das Judentum
Im Abschnitt dieser Woche, Teuma, befiehlt G”tt dem Mosche (Schemot 25:8): וְעָ֥שׂוּ לִ֖י מִקְדָּ֑שׁ וְשָׁכַנְתִּ֖י בְּתֹוכָֽם — Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich mitten unter ihnen wohne!
Dazu passt hervorragend ein Artikel meiner Wenigkeit, der im Dezember 2016 im Pfarrblatt St. Stephan veröffentlicht wurde. In den Worten des Verlegers: Der Tempelberg in Jerusalem, wo einst der Tempel Salomos gestanden hat, gilt bis heute als heiliger Ort der Begegnung zwischen Gott und den Menschen. Oberrabbiner Arie FOLGER über die Spannung von Transzendenz und Immanenz, das Goldene Kalb und das Bedürfnis nach einem Haus Gottes. Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
February 14, 2017

Als wir nach einem einjährigen Aufenthalt am Fuß des Berges Sinai zum Heiligen Land aufbrachen, ertönte ein Schofarschall, der verkündete, dass es nicht mehr verboten war, den Berg zu betreten (cf. Schemot 19:13); der Ort war nicht mehr heilig. Wohin ging die Heiligkeit jenes Ortes, an dem G”tt sich vor hunderttausenden und millionen Menschen mit Donner, Blitz, dichtem Nebel, Feuer und einer nicht aufhörenden Stimme offenbart hatte? Verschwand jene Heiligkeit? Einfach so? Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
February 13, 2017

Nicht zum ersten mal wird von einer kleinen Epidemie berichtet, die in einem orthodoxen Viertel irgendwo auf Erden ausgebrochen ist. So berichtet Tachles am 25. Jänner 2017:
Laut vorliegenden Berichten konzentrierte sich der Ausbruch der Masernerkrankung in Los Angeles County, Kalifornien, auf die orthodox-jüdische Gemeinde der Gegend. Rund zwanzig Personen sollen bei dem Ausbruch angesteckt worden sein, 18 von ihnen in Los Angeles County. 15 von ihnen kannten sich laut dem Gesundheitsdepartement des County entweder oder hatten eine «klare gesellschaftliche Verbindung», wie die «Los Angeles Times» berichtete. Keine der 18 Patienten konnte den Beweis für eine Impfung erbringen, wie Dr. Jeffrey Gunzenhauser vom Gesundheitsdepartement erklärte. Die meisten der Infizierten waren in ihren 20er Jahren, doch gehörten laut Zeitungsberichten auch junge Kinder und ältere Erwachsene zu ihnen. Der Ausbruch trug sich sechs Monate, nachdem Kalifornien ein striktes Impfgesetz verabschiedet hatte, zu. – 2015 erschien eine Keuchhustenerkrankung in charedisch-orthodoxen Gemeinden von Williamsburg und Borough Park, Brooklyn.
Was, „Keine der 18 Patienten konnte den Beweis für eine Impfung erbringen“, wieso?! Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
February 9, 2017

Von Oberkantor Shmuel Barzilai
“Damals sang Mosche mit den Kindern Israels dieses Lied dem Ewigen.” (Schemot 15:01)
Gerade erst hatten die Benej Jissraël Ägypten verlassen und das große Wunder der Meeresspaltung erlebt, dann sangen sie ein Loblied, das wir Schira nennen. Die erste Frage, die sich hier stellt ist, was ist an einer Schira, einem Loblied, so besonders, das genau dieses die erste Reaktion auf das Wunder war? Die zweite Frage ist, wieso singen die Benej Jissraël erst jetzt? Waren die Wunder um den Auszug von Ägypten nicht genug um ein Loblied anzustimmen? Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
February 2, 2017

Rabbiner Samson Raphael Hirsch
Von Rabbiner Schlomo Hofmeister
Gleich zu Beginn unseres Wochenabschnitts werden Mosche und Aharon zum wiederholten Male von G”tt beauftragt, Par’o (der Pharao) aufzusuchen um ihn zu warnen, dass eine weitere Plage über das Land Mitzraijm (Ägypten) hereinbrechen werde, wenn er die Kinder Jissraëls nicht endlich ziehen lässt. Dies wissen wir jedoch nur aufgrund der uns bekannten, daraufhin folgenden Ereignisse und Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
January 26, 2017

Die Plage der Fliege (ca. 1896-1902)
─ James Jacques Joseph Tissot
Von Rabbiner Moshe Israilov
Die Paraschat Waera beinhaltet die ersten sieben Plagen (Makot), die G”tt den Ägyptern auferlegte, während er zugleich Pharaos Herz verhärtete. Für die ersten drei Makot sagte G”tt, zu Mosche, er solle Aharon berufen, sie auszuführen (Schemot 7:19). Warum Aharon und nicht Mosche selbst? Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
January 12, 2017

Als Ja’akow alt und krank wurde, fürchtete Josef, dass sein Sterbetag nahe war, und besuchte den Vater zusammen mit seinen zwei Söhnen. Ja’akow fand die Kraft, aufrecht zu sitzen und sprach (Berejschit 48:3-5):
Gott, der Allmächtige, erschien mir zu Lus im Lande Kanaan, und er segnete mich und sprach zu mir: Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich mehren und dich zu einem Haufen Völker machen, und ich will dieses Land deinem Samen nach dir zum ewigen Besitztum geben. Und nun, deine beiden Söhne, welche dir im Lande Ägypten geboren sind, ehe ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mein sein; Efraim und Menasche sollen mein sein wie Reuwen und Schim’on.
Der Segen ist kryptisch Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
January 5, 2017

Zwei Mal kommen die Brüder Josef vor ihn, um während der Hungersnot Getreide zu kaufen. Zwei Mal verabschieden sie sich, ohne dass er sich ihnen offenbart. Dann lässt Jossef einen silbernen Becher im Gepäck Benjamins verstecken, um ihn des Diebstahls zu beschuldigen. Und wiederum redet er sehr streng mit seinen Brüdern, bis er plötzlich gerührt ist, fast in Ohnmacht zusammenbricht, sich zurückzieht, um zurückzukommen und zu sagen: „Ani Jossef“ – „Ich bin Jossef“. Weshalb diese Wendung, wieso lässt er plötzlich die metaphorische Maske fallen? Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger