February 23, 2016

Unser Wochenabschnitt fängt mit einer Verordnung an, wie vorzugehen, wenn eine Volkszählung im Volk Israel durchgeführt werden soll:
Wenn du die Zahl der Kinder Israel ermittelst, so soll ein jeder dem Ewigen ein Lösegeld für seine Seele geben, wenn man sie zählt; damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden; und zwar soll jeder, der durch die Musterung geht, einen halben Schekel geben, nach dem Schekel des Heiligtums; ein Schekel gilt zwanzig Gera. Der halbe Schekel ist eine Abgabe an den Ewigen. (2. B.M. 30, 12-13)
Auf den ersten Blick geht es hier um eine bedingte Mizwa, also wenn das Volk gezählt werden soll, dann… Das Ziel dieser Volkszählung sei in erster Linie Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
February 2, 2016

Unter den zahlreichen arbeitsrechtlichen, Zivil-, Kriminal- und Ritualgesetzen unseres Wochenabschnittes finden wir auch Gesetze bezüglich der Gerichtshöfe. Eines dieser Gesetze lehrt indirekt, dass nach einem Mehrheitsprinzip Entscheidungen getroffen werden sollen: „Folge nicht nach der Mehrheit zum Bösen, und sage in einer Streitsache nicht so aus, dass du Recht beugst, wenn du dich der Mehrheit anschließest.“(2. B.M. 23:2).
Obwohl ein Mehrheitsprinzip uns im allgemeinem selbstverständlich erscheint, kann es nicht immer angewendet werden, da es Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
January 28, 2016

Frage: Ich betrachte missionieren als “Sünde”: Wir Juden missionieren nicht. Das ist für mich so klar wie Erbsensuppe. Aber hie und da werde ich von Christen (viele Christen betrachten das für sich als Pflicht) gefragt: Warum tun WIR das eigentlich nicht?
Wir missionieren nicht, weil wir nicht erwarten, dass irgendwann alle Menschen Juden werden. Auch im ‘Alenu-Gebet sprechen wir nur von der allgemeine Anerkennung des einzigen G”ttes, und nicht, dass alle Völker jüdisch werden. Das ‘Alenu-Gebet endet mit dem Vers Read the rest of this entry »
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Posted by Arie Folger
January 26, 2016

Wo war der jüdische G’tt bei der Schoa?
Erlauben Sie mir nach dem Motto vom als Rabbi Jacob verkleideten Victor Pivert (Die Abenteuer des Rabbi Jacob, 1973), eine Frage mit einer anderen zu beantworten: Wo war G”tt, als gestern ein Baby in Timbuktu tödlich verunglückte? Philosophisch sind beide Fragen gleich. Wenn G”tt alles Böses verhindern muss, dann nicht nur für sechs Millionen, sondern für jeden einzelnen Menschen, denn Leid ist Leid.
Aber dann leben wir nicht in der Welt, die Er erschaffen hat, sondern in einem Disney-Zeichenfilm. Eine Welt ohne Leid ist eine Welt Read the rest of this entry »
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Deutsch, Frag den Rabbiner | Tagged: Holocaust, Theodizee, Theologie |
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Posted by Arie Folger
December 30, 2015


Rebbe Reb Zusja von Anipoli pflegte zu sagen, dass er nicht fürchtet, dass man ihm im Jenseits fragen wird: Zusja, Zusja, wieso warst du nicht so aufrichtig und fromm wie Moses. Nein, auf dieser Frage würde er mit dem Zitat antworten (Dewarím 34:10): Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Moses; keiner kann wie Moses sein. Aber, sagte er, er fürchtet, dass man ihm die Frage stellen wird: Zusja, Zusja, wieso wurdest du nicht so aufrichtig und fromm wie Zusja [sein konnte].
Moses war so ausserordentlich, dass keiner sich mit ihm vergleichen kann. Aber, immerhin können wir die Frage stellen, wieso aus Moses ein Moses wurde. Read the rest of this entry »
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Deutsch, Essay, Wochenabschnitt | Tagged: Beschneidung, Frommigkeit, Moses, Shmot, Vaera, פרשת וארא, פרשת שמות |
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Posted by Arie Folger