Sind innerreligiöse Ehen altmodisch und vorbei?

October 17, 2013

DeutschBossard,_Jenny_-_Familie_am_KaffeetischDer jüdische Allgemeine hat soeben meinen Artikel zu den Ergebnissen der Forschung des Pew Zentrums über amerikanische Juden veröffentlicht.

Ein Teaser:

Der Anteil interreligiöser Ehen in den USA steigt, er liegt jetzt schon bei 58 Prozent. Immer mehr junge Juden definieren sich als konfessionslos. Und bei Kindern aus interreligiösen Ehen – bei denen also nur ein Elternteil jüdisch ist – erhalten auch nur noch 22 Prozent eine jüdische Erziehung, während im Vergleich dazu die Rate bei denjenigen mit zwei jüdischen Elternteilen bei 82 Prozent liegt.

Seitdem die Zahlen veröffentlicht wurden, diskutiert das jüdische Amerika über die Bedeutung dieser Studie. Auf der einen Seite sind es die Anhänger der Öffnung hin zu interreligiösen Ehen, auf der anderen Seite Menschen wie Jack Wertheimer, der … die Meinung vertritt, dass sich die Tendenz zur kompletten Akzeptanz sogenannter Mischehen auf die jüdische Kontinuität verheerend auswirkt.

Der Artikel basiert auf meinem längeren englischsprachigen Artikel, der letzte Woche auf Hirhurim – Torah Musings veröffentlicht wurde.


Die ware Entstehungsgeschichte der Hatikwá-Hymne

October 15, 2013

Deutschדגלי_ישראלKeren Hajesod lädt zu einem Konzert ein, namens Hatikvah – die wahre Geschichte der Hymne Israels. Aus der Einladung entnehme ich, dass dort die Geschichte des Entstehen der Melodie von Hatikwá erzählt wird, nicht des Textes. Also einige Zeilen zum Entstehung des Textes.

Es wurde öfters bemerkt, dass weder G”tt noch die jüdische Tradition und die jüdische Geschichte in der Hatikwá vorkommt. Der Grund dafür ist aber nicht, weil der Autor die Themen auslassen wollte, sondern weil, als die Hatikwá als zionistische Hymne aufgenommen wurde, nur das die erste Strofe und das Refrain zur Hymne wurde, das dann auch noch für die politische Zwecke der Zionistischen Bewegung geändert wurde. Aus “um zu das Land unseren Vätern zurückzukehren, zu die Stadt in der David weilte” wurde “ein freies Volk in unserem Lande zu sein, im Lande Zion und Jerusalem”.

In der ursprünglichen Fassung von Naftali Herz Imber war das Hatikwá mit neun Strofen wesentlich länger und mit reichen Themen versehen. Anbei das originelle, vollständige Hatikwá, dass damals noch Tikwaténu hieß: Read the rest of this entry »


The Vatican’s Position on Shechita in Poland Prior to WWII

October 15, 2013

EnglishPacelli, Eugenio (later pope Pius XII) 256px-Pp121957aRecently, the Conference of Polish [Catholic] Bishops issued a statement in favor of protecting the right of the Jewish and Muslim communities to continue slaughtering large and small cattle in accordance with their religious traditions, without stunning the animals prior to slaughter. In this matter, they thus sided with the government, that the basic human right of free exercise of religion, including the right to eat in accordance to one’s moral-religious convictions, supersedes animal rights legislation when the two contradict each other.

This is a courageous and praiseworthy move, and it is not the first time that the Catholic Church has interceded on behalf of Jews’ right to practice shechita. As the letter below, which appears in the book Pius XII and the Jews, shows, when the Polish government in 1938 considered banning shechita, the then Secretary of State of the Vatican Cardinal Eugenio Pacelli undertook to lobby the Polish government to drop the proposed ban.

The identity of that secretary of state is particularly interesting, as the following year, on March 2nd, 1939, Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli was appointed pope and became known as Pius XII, the wartime pope who is generally taken to task for his silence during the Holocaust. Oh, people are not unidimensional. Read the rest of this entry »


Polnische Bischopskonferenz für die Schechitá

October 13, 2013

DeutschPolishbishopsEin Schreiben der polnischen Bischopskonferenz erreichte zuletzt die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschlands. In diesem Schreiben nehmen sie zur Schechitá-Debatte im polnischen Sejm Stellung und plädieren deutlich für den Erhalt und Schutz des rituellen Schlachtens für die jüdische und muslimische Gemeindschafte.

Anbei der Text ihrer Stellungnahme Read the rest of this entry »


Schechitá in Polen: Eine ORD-Delegation knüpft Verbindungen mit der polnischen Vertretung an

October 10, 2013

Deutsch203px-Coat_of_arms_of_PolandWie die ORD zuletzt in ihrem Magazin veröffentlichte (Seite 3), traff eine Delegation der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands den polnischen Botschafter in Berlin, Herrn Dr. Dr. Marganski. Anbei das Bericht. Read the rest of this entry »


Should we Give Up on Fighting Intermarriage?

October 10, 2013

EnglishTorahmusings.com has published an article of mine on intermarriage, Jewish identity and the findings of the most recent Pew Research Center survey on American Jews.

A teaser:

The Internet is abuzz over intermarriage and Jewish continuity but the focus is misplaced. The Pew Research Center recently published a survey of American Jews entitled “A Portrait of Jewish Americans” (link – PDF). The preceding weeks saw a flurry of articles arguing for and against accepting intermarriage, including a JTA article reporting on a recent convention of the largest Jewish Federation in the US, stressing what Jews everywhere have been noticing for decades, namely that intermarriage has become totally accepted in large segments of Jewish life … [CLICK HERE FOR THE FULL ARTICLE]


Pourquoi les différentes listes de cacheroute diffèrent-elle les unes des autres?

October 8, 2013

Français

audio-input-microphone

20130203 - Kosher Day Strasbourg - avec Rabbin Folger

Kosher Day 2013 Strasbourg – le fichier audio

Février dernier, j’étais l’un des conférenciers invités à la Journée du cacher / Kosher Day 2013 à Strasbourg.

Le sujet de mon discours était: Pourquoi les différentes listes de cacheroute diffèrent-elle les unes des autres.

Aggrandissez ce post (cliquez ci-desous) pour écouter l’enregistrement audio ou pour lire les impressions de cette conversation publiées en suite en Echos-Unir.
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My Article on Psalm 46 is Now Downloadable

September 17, 2013

EnglishJBQ_414_coverBack in January I had reported that Jewish Bible Quarterly had published an article of mine. Initially, the article was only available to paid subscribers or perusers of the printed journal. Meanwhile, it became available for free download here.

The study of said psalm was prompted by the Japanese Tsunami, as I blogged previously.


Die Herausforderung, G“tt als König und Richter wahrnehmen zu lernen

September 13, 2013

Auch in der Gegenwart gilt G”tt weiterhin als oberste Richter und König*

DeutschIMG_2955Einer der Höhepunkte des Gebets an Rosch ha-Schana (und in vielen Gemeinden auch an Jom Kippur) ist die Vorbereitung für die Keduschá von Mussáf. Mit der Keduschá verkünden wir die Heiligkeit G“ttes mit den gleichen Worten, die die Engel im himmlischen Reich sprechen, wenn sie G“tt lobpreisen. An Rosch ha-Schana (und in vielen Gemeinden auch an Jom Kippur) geht eine dichterische Einführung der Keduschá von Mussáf voran: das Untaneh Tókef.

In jenem Gebet betonen wir, dass an dem heutigen Tag alle Geschöpfe gerichtet werden, ja sogar die Engel, dessen Worte wir für die Keduscha anschließend verwenden. Vor dem g“ttlichen Gericht kann keiner siegreich sein, denn nur G“tt ist vollkommen, und wir begehen alle Fehler; sogar die Engel beben vor Ihm und fürchten den Rechtsspruch. Weiter heißt es:

Wie der Hirte seine Herde prüft, seine Schafe unter seinem Stab hindurchgehen lässt, so lässt Du vorbeiziehen, zählst, berechnest und prüfst Du die Seele jedes Lebewesens und bestimmst die Grenze jedes Geschöpfes und schreibst ihr Urteil. Am Rosch ha-Schana wird eingeschrieben und an Jom Kippur besiegelt wie viele hinübergehen und wie viele geboren werden, wer wird leben und wer wird sterben.

Das hört sich hart an. Read the rest of this entry »


Would Bombing the Tracks to Auschwitz Not Have Mattered?

September 11, 2013

English320px-Arbeit_macht_freiAsher Izrael claims that bombing the train tracks during WWII would not have prevented or significantly reduced the number of Jews murdered in extermination camps.

I am not convinced. It is a standard military tactic to disrupt the enemy’s supply lines, and even if the enemy is efficient and quickly repairs the damage, it is relatively low hanging fruit that does disrupt the enemy army. Even short term disruptions are valuable, otherwise, why bother bombing those tracks that would have carried German soldiers to Normandy, which he mentions in his article? And bomb the same tracks often enough, and they won’t be repaired anymore.

Relevant citation:

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