
Anlässlich des Jubiläumsfeier spendete jemand anonym eine Torá-Rolle, damit so viel möglich Leute geehrt werden, während der Spender selber anonym im Schatten bleibt. Die Torá-Rolle wurde von Herrn Rabbiner שמעון חיים Steven Langnas eingetragen und mir übergeben. Die neue Rolle wurde im Beisein allen Rabbinern München, die je eine Torá-Rolle trugen, in den Torá-Schrein begleitet. Geschmuckt wurde die Torá von den Vorsitzenden der zwei anderen Synagogen der IKG, Herrn Biber der Possartstraße-Synagoge und Herrn Dr. Münz der Georgenstraße-Synagoge. Eingetragen wurde sie von Herrn Stein des Vaads der Ohel-Jacob-Synagoge und von Herrn Yakov Mutka, Ba’al Keriá’ (Torá-Vorleser) der Synagoge.
Jubiläumsfeier der Ohel-Jacob-Synagoge II
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January 8, 2012Jubiläumsfeier der Ohel-Jacob-Synagoge I
January 8, 2012
Mittlerweile sind seit dem fünften Jubiläumsfeier unserer Synagoge zwei Monaten vorbei, aber der Tag bleibt von großer Bedeutung. Also bitte ich um Verzeihung, dass mit unserem Umzug und dem neuen Amt ich bisher kaum Zeit hatte, neues zu posten. Anbei meine Rede jenes 9. November-Feier, der in einem zweiten Post später heute mit einige Bilder und Presse-Artikel ergänzt wird.
Von der IKG-München-Webseite:
Der heutige Anlass steht im Zeichen der Zukunft.
Für uns soll der 9. November nicht mehr bloß an die blutigen Vergangenheit Deutschlands und Europas erinnern, sondern auch die neue Blüte, die hier und anderswo wächst: Die Blüte der florierenden Gemeinden, die aus dem Nichts, aus der Asche der Zerstörung wieder neu auflebten.
Ich zittiere die Profezeiung des Profeten Secharja (8:4-5): Es werden noch Greise und Greisinnen in den Straßen von Jerusalem sitzen, ein jeder mit seinem Stabe in seiner Hand vor Menge der Tage. Und die Straßen der Stadt werden voll sein von Knaben und Mädchen, die auf seinen Straßen spielen.
Wir haben nicht nur in der heutigen Zeit erleben dürfen, wie jüdische Greise und Greisinnen in den Straßen von Jerusalem gemütlich sitzen und jüdische Knaben und Mädchen dort spielen, sondern auch hier in München und in anderen Städten wo neue Blüten der jüdischen Gemeinden wieder erblühen. Damit spiegelt unsere Zeit eine andere Profezeiung Secharjas (18:19) wieder Read the rest of this entry »
Parsing Modim’s Poetry
October 30, 2011
The penultimate blessing of all ‘Amidot (standing devotions) is the Thanksgiving Blessing, which begins with the words Modim ana’hnu Lakh (“we thank You/we acknowledge Your grace”). However beautiful and central the notion of thanksgiving is to prayer in general and to the ‘Amida in particular, it is by no means easy to parse this text, as it is a written in a rather typical rabbinic style of liturgical poetry which non-initiates do not directly recognize.
A careful study of the text will, however, make some of that poetic beauty stand out and make the text more readily understandable. Read the rest of this entry »
In der Presse: Synagoge und Facebook
October 30, 2011
(Na ja, eigentlich bin ich auf Google Plus, aber der Titel ist schon gut).
Münchens neuer Rabbiner will die jüdische Kultur stärken – auch über einen Blog im Internet. Von Franziska Brüning, erschienen in der Süddeutschen Zeitung, 18.10.2011, S. R 6.
Arie Folger hat Sinn für Humor. Er habe seine grüne Krawatte mit den hebräischen Schriftzeichen nur angezogen, damit man ihn danach fragt, sagt er. Dann fügt er hinzu, dass er sie als Gedächtnisstütze für seine Predigten benutze. … Er wolle die jüdische Identität stärken, aber auch Offenheit leben, sagt Folger, der selbst einen Blog betreibt und junge Leute auch über die neuenMedien wie Facebook erreichen möchte. Der neue Münchner Rabbi hat den Zwiespalt der modernen Gesellschaft – Zeitmangel und Arbeitsdruck auf der einen Seite und die Sehnsucht vieler Menschen, mal inne halten zu können und nachzudenken, auf der anderen Seite – zu seinem Arbeitsauftrag gemacht. „Wir leben in einer schnellen Welt, da können wir mit unserem Schabbath etwas bieten.
Ist Rosch haSchaná hart?
October 30, 2011
Untanè Tókef ist ein liturgisches Gedicht, der im askenasischen Brauch an Rosch haSchaná — und in vielen Gemeinden auch an Jom Kippúr — die Verkündung der Heiligkeit G”ttes, die Keduschá, einführt. Dort heißt es “… Engel erzittern, Angst und Beben fasset sie, und sie sprechen: Siehe, es ist der Tag des Gerichts … wer leben soll und wer sterben, wer das Lebensziel erreiche und wer vor seiner Zeit hingehe, … wer in Ruhe leben, wer in unstät irre, wer in friedlicher Stille, wer mit verwirrtem Sinne, … wer sinken soll und wer emporkommen.”
Herr Marian Offmann, Vize-Präsident der IKG München und Moderator der Sat1-Sendung jüdisches Leben in Bayern, findet das hart. Klicken Sie hier für meine Antwort zu diese und einige andere Fragen zu Rosch haSchaná (Jüdisches Leben in Bayern #5).
Wir ziehen um! — We are Moving
September 13, 2011
Mit Dankbarkeit zu G”tt freuen wir uns anzukündigen, dass wir umziehen. Aus dem Tachles Top News des 13. September 2011:
Rabbiner Arie Folger ist der neue Gemeinderabbiner bei der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. …
Dem Presidium, dem Vorstand und den Mitgliedern der Gemeinde danken wir für das Vertrauen und schauen zuversichtlich auf der gemeinsamen Zukunft.
With gratitude to G”d, it is our great pleasure to announce that we are moving … to Munich, to assume the responsibilities of the senior rabbi and rebbetzin of the Jewish Community of Munich. We greatly thank the Munich Jewish community’s leadership and membership for the trust they put in us, and greatly look forward to our common future, which, with G”d’s help, we will help shape together.
Muslims Question Their Calendar – Could it Have Happened to Us?
September 12, 2011
Both Jews and Muslims follow a lunar calendar for counting months. Once upon a time, Jews did not calculate the calendar, except to double check their astronomical observations. The new months was instead declared by the Great Tribunal in Jerusalem, after they cross examined witnesses who had seen the tiniest sliver of the new moon. This system was gradually abolished when it became increasingly difficult for the Great Tribunal to meet and to convey its declarations to the entire Jewish diaspora. Instead, during the early centuries after the destruction of the Second Temple, the Great Tribunal increasingly relied on astronomical calculations, culminating in the leader Hillel II sanctifying all future months (at least until the year 6000 since Creation) in advance, enabling us to use a fixed calendar ever since (For a brief primer on the Jewish calendar, click here).
Muslims, on the other hand, continue the practice of establishing the new moon — and the new month — every month, a practice which … might sometimes potentially cause some chaos. Apparently, with the end of the most recent Ramadan, that is exactly what happened, as the Jerusalem Post reports (see below). Had we Jews not moved to a fixed, precalculated calendar, could that have happened to us, too? Read the rest of this entry »
Technologie und jüdisches Lernen
September 11, 2011
Letzte Woche dürfte ich auf Einladung der Jüdischen Gemeinde Pforzheim im Rahmen des Europäischen Tages der jüdischen Kultur einen Vortrag Namens Der Zukunft entgegen vorstellen. Dabei ging es um den Einfluss der modernen Medientechnologien auf dem Judentum. Der Pforzheimer Kurier und die Pforzheimer Zeitung berichteten beide über den Vortrag. Leider finde ich die Artikel nirgens im Netz; anbei die Scans. PS: die wichtigste Quelle im Internet zum Herunterladen von jüdischen Texten, auf der die Reporter sogar indirekt verweisen, ist Hebrewbooks.org, der bereits mehr als 45000 Bände eingescannt hat und diese gebührenfrei zum Lesen oder Downloaden anbietet. Read the rest of this entry »

Posted by Arie Folger 


