After the Tefillin Terror Scare

January 29, 2010

One morning last week, a young man was flying with his sister from New York’s La Guardia Airport to Kentucky. The young man, being an observant Jew, wanted to recite the morning prayers on the plane, as he had not had the opportunity to do so before going to the airport. This, he did just like in the synagogue, and as countless flying Dutchmen Jews before him, by praying while wearing tefillin. Unfortunately, that particular crew did not know what tefillin are, and in this post-shoe bomber, post-underwear bomber era, the crew grew suspicious, and after conferring with the pilot, they maImage juxtaposing tefillin clad boy with Islamic terroristde an emergency stopover in Philadelphia, where a SWAT team “welcomed” the brother and sister team, arrested them, escorted them out of the plane, and treated them like wanna-be leather-straps-on-arm-and-forehead-bombers.  Of course, it didn’t take too long to figure out that this was an innocent pair, though for the convenience of flight crew training, I am including a graphic (hat tip: R’JF) that should hammer this point home rather clearly. A video news report is included at the end of this post.

Anyway, ever since this incident, the blogosphere and mailing list are alight, discussing whether or not one must pray with tefillin even when flying, what the alternatives are, if any, whether we should expect such reactions in the future and hence should as much as possible abstain from praying with tefillin while flying, in this post-shoe bomber, post-underwear bomber era, and whether the crew was properly trained. These issues have already been discussed extensively elsewhere.

While the security issues are new, Jews have faced the issues with praying while travelling since time immemorial. Over a hundred years ago, a similar discussion was aired in the German Jewish press. A certain Chief Rabbi J. Kahn of Treves / Trier wrote an article attacking the practice, and suggested that travellers put their tefillin on before leaving home, even if that was before day break, when the tefillin should ordinarily not be worn. R’ Esriel Hildesheimer responded in his usual learned, witty, slightly acerbic manner. Below, I am excerpting some relevant passages.

For the benefit of the practically minded, I shall give some practical tips at the end of the post. Read the rest of this entry »


Der schwierige Nachlass

January 28, 2010

Vor einem Jahr befand ich mich als einziger Jude in einem kleinen Kreis in Deutschland zu besuch. Obwohl der Grund des Besuches weder mit dem Judentum oder mit dem Thema Geschichte zu tun hatte, wendete sich das Gespräch zum Thema Holocaust, ganz besonders wie es heute noch, mehr als sechzig Jahre nach der Befreiung, den gesellschaftlichen Dialog dominiert. Wieso, fragen Deutsche, dessen Eltern nicht einmal alt genug waren, um zur Nazi-Zeit in der Wehrmacht, Luftwaffe, SS usw. gedient zu haben? Wieso müssen junge Deutsche sich noch immer mehr als die Franzosen, Spanier, Portugesen, Belgier, usw. mit dem Holocaust befassen, wenn sie mit dem damaligen Deutschland nie in Berührung kamen? Und wieso muss die ganze deutsche Gesellschaft diesen enormen Last und Schamzeichen tragen, wenn die Mehrheit der Deutschen damals nicht vom grössten Kriegsverbrechen, vom Mord an Millionen europäischen Juden, überhaupt wussten? Nicht einmal die Soldaten der Wehrmacht wussten von diesem systematischen Völkermord, der schliesslich heimlich, von einer relativ kleinen Gruppe Nazis durchgeführt wurde.

Zur ersten Frage finden Sie eine Perspektive am Ende dieses Blog-Post. Zuerst möchte ich mich zur zweite Frage wenden.

Der Spiegel veröffentlichte vor kurz einen Interview, der dieses Mythos der ingnoranten Wehrmacht, sowie der ignoranten bürgerlichen Mehrheit einmal mehr in Frage stellt, um nicht zu sagen, das es ihn wiederlegt.

“Alle in der Etappe wussten es”

Wussten die deutschen Soldaten vom Holocaust? Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin ein Soldatenheim hinter der Ostfront leitete. Über den Judenmord sei ganz offen gesprochen worden – in der Hoffnung auf Beförderung habe sich mancher sogar freiwillig zu Erschießungen gemeldet.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz, in dem mehr als eine Million Juden von den Nazis umgebracht worden waren. Bis heute ist umstritten, was jene Deutschen vom Holocaust wussten, die nicht zu den Tätern zählten. Kürzlich sagte der US-Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen im SPIEGEL-Gespräch, die Kenntnis des Massenmords sei “sehr weit verbreitet” gewesen, und verwies auch auf die etwa zehn Millionen Soldaten an der Ostfront. Die Leserin Annette Schücking-Homeyer schrieb daraufhin an den SPIEGEL, sie könne als “eine Art Zeitzeugin” Goldhagens Behauptung bestätigen. Read the rest of this entry »


Was ist Bitachón / Zuversicht? (Audio)

January 24, 2010

Neuer Audio-Schiúr: Was ist Bitachon / Zuversicht in G”tt? Read the rest of this entry »


Endlich ein Mass Gerechtigkeit

January 23, 2010

Wie Vosizneias berichtet, wurde letzer Donnerstag William Hill, der Mann, der die Verantwortung trägt für den Tod des Herrn Jacob Gerstle ע”ה, vom Gericht für schuldig erklärt. Das Urteil wird am 11 Februar ausgesprochen werden.

Ich möchte der Familie von Herrn Gertle innige Gefühle der Sympathie mitteilen. Wir hoffen, dass mit diesem Rechtsspruch die Familie Closure empfinden wird. יה”ר שתתנחמו מן השמים.


The Oldest Holy Places

January 22, 2010

EnglishAz Yashir, the Song at the Sea, makes a number of references to holy places. What are those holy places the barely freed Israelite nation sang about, and are they all “places,” in the usual sense of the word? How far must we travel to visit them all? Read the rest of this entry »


Videovortrag: Tehillim als Gebet

January 19, 2010

Gestern durfte ich einen Vortrag zum Thema Tehillim als Gebet in der Schomre Thora Basel präsentieren. Dieser Vortrag wird nun dem Internetpublikum zu Verfügung gestellt [vimeo.com].

Der Vortrag beruht teilweise auf einem früheren Blog-Post in englischer Sprache: The Warmongering Laboring Amazones. [automatische Google-Übersetzung ins Deutsche]

Manche Teilnehmer wünschten sich Ratschläge, welcher Kommentar sie zu die Hand nehmen sollten, um das Buch Tehillim zu lernen lesen. Anbei also einige Titel in den deutschen, englischen und hebräischen Sprachen. Read the rest of this entry »


CNN: Only Israel Has A Fully Functioning Field Hospital In Haiti

January 18, 2010

The tragedy of the humongous loss of life as a result of the massive earthquake in Haiti cannot be overestimated. But what is worse is that many of the survivors are dying because they cannot get timely medical care. Many nations have flown in supply for the healthy survivors and medicine for the sick, but that is not enough. Many patients need a hospital. CNN reported yesterday that only one nation set up a fully functioning field hospital, with operating rooms and other life saving medical equipment: Israel.

Other Israeli teams also joined the rescue effort. Jerusalem Post reported how the ZAKA team rescues eight students in collapsed Haitian university building.

Snapshot of CNN video
[flash video will open in new window or tab; hat tip: FM]

At times like these we also wonder how to deal with such tragedies religiously. It is the perennial religious question, and Moses himself struggled with this. I believe that the approach I delineated in my essay [original text, in German or automatic Google translation] on the Asian Tsunami of 2004 is applicable now, too.


Das innige Gebet einer Frau

January 14, 2010

Während der Ära des Bejt haMiqdásch galten die Gesetze der Tumá und Tahará, der sgn. rituellen Reinheit(*). Frauen wie Männer assen nicht nur die regulären Speisen, sondern auch geheiligten Speisen, wie vielen der Tieropfer im Tempel und wie der sgn. zweite Zehnte – ein Zehntel des landwirtschaftlichen Ertrages der je nach Jahr des siebenjährigen Zyklus, entweder selber in Jerusalem gegessen, oder den Armen gegeben wurde. Deshalb besuchten Männer wie Frauen regelmässig die Mikwé.

* = Das Begriff Tahará wurde ausführlich in dem Aufsatz Von Tahará zu Keduschá ausgelegt.

Siddur-Tittelblat - Jg. 1864Seit der Zerstörung des Bejt haMikdásch haben nur noch Frauen das Privileg, die Mikwé besuchen zu müssen. Solche monatliche Ereignisse sind sehr geistig geprägt, und viele Frauen sprechen dazu besondere Gebete, sgn. Techinót, die sogar öfters von Frauen verfasst wurden (was sonnst im Mittelalter und in der Frühmoderne überhaupt nicht selbstverständlich war). Zwei solche hervorragende Techinót fand ich in der 1864 Ausgabe des “Safa Berura”-Rödelheim-Gebetbuches, die ich hier veroffentliche.
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Eine falsche Ethik

January 14, 2010

Nach dem schweizer Minarettenverbot war es nur noch eine Frage der Zeit. Erst schlug CVP-Präsident Christopher Darbellay vor, konfessionelle Friedhöfe zu verbieten (dann entschuldigte er sich), und nun schlagt der Vorstand der Grünen vor, die Beschneidung von Knaben in Frage zu stellen.

BaZ Online berichtet:

Der dies diskutieren will, heisst Diego Hättenschwiler und ist Delegierter der Berner Grünen. Er hat in der zuständigen Arbeitsgruppe den strittigen Satz eingebracht, aus medizinischen und rechtlichen Gründen, wie er erläutert. Eine Zirkumzision berge durchaus Risiken, es sei dabei gar schon zu Todesfällen gekommen, sagt Hättenschwiler. Zudem sei das Recht eines jeden Kindes auf seine körperliche Unversehrtheit zu berücksichtigen. Unter diesem Aspekt seien Beschneidungen an Säuglingen, die ihr Einverständnis dazu nicht geben können, heikel.

So ein Verbot wäre eine massive Einschränkung der Religionsfreiheit. Der moderne westliche Staat ist zwar nicht-konfessionell, darf aber nicht anti-konfessionell sein. Aber, wenn es den Mitglieder einer Konfession verbieten würde, ein so wichtiges religiöses Gebot zu erfüllen, der auch noch ein so wichtiges Bestandteil der konfessionelle Identität bildet, dann würde der Staat die Entfremdung der eigenen Religion diesen Mitbürgern aufzwingen.

Dies käme dann aus eine unangebrachte Ethik. Die Gewissenfreiheit ist eine der zentrale Platformen des modernen demokratischen Staates. Diese Gewissenfreiheit ist genau dann zu gewährleisten, wenn er nicht allen anderen Mitbürgern gefällt. Das Recht, der Mehrheit zuzugehören muss man ja kaum im Gesetz aufnehmen, denn die Mehrheit ist ja automatisch geschützt weil sie in der Mehrheit ist. Es sind die Minderheiten und ihre Rechte die geschützt werden müssen. Read the rest of this entry »


Internet Halakha: Should we Expect Privacy?

January 12, 2010

Facebook founder Mark Zuckerberg is making waves [e-week Europe]

having announced that people no longer have an expectation of privacy thanks to increasing uptake of social networking.

Speaking at the Crunchie Awards in San Francisco this weekend, the 25 year-old web entrepreneur said: “People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people.”

Such statements, and the trends Zuckerman describes, are of no little consequences. Dr. Kieron O’Hara of Southampton University points out that

under British law, an individual’s right to privacy is being eroded by the behavior of those who have no qualms about broadcasting every intimate detail of their life online (via social networking sites) because the privacy law is predicated in part upon the concept of a ‘reasonable expectation of privacy.’

(Further reporting on O’Hara here [bbc.co.uk])

So what is the halakhic expectation of privacy? Read the rest of this entry »